Der Leninismus

gegen die Revolution

Teil 2

 

Die internationale Politik der Bolschewiki

In unseren verschiedenen Zeitschriften haben wir die aktive Rolle des Leninismus in der Liquidierung des kommunistischen Bruchs angeprangert. Seit mehr als zwanzig Jahren haben wir eine Chronologie der internationalen Politik der Bolschewiki veröf1. Diese unvollständige Arbeit ist aber entscheidend, um den durch den Leninismus von Anfang an unternommenen internationalen Zerstörungsprozess von den brechenden kommunistischen Gruppen zu verstehen. Deshalb hofft unsere Gruppe diese Arbeit zu verbessern und zu erweitern, damit diese unter anderen Formen veröffentlichen können.

In dieser Chronologie haben wir gezeigt, dass die Praxis der Bolschewiki auf internationaler Ebene immer im Gegensatz zu einer revolutionären und kommunistischen Politik gewesen ist. Wenn es am Anfang, insofern, als die Revolution immer lebendig in Russland und auf der Welt war, eine seltsame Mischung von alter diplomatischer imperialistischer Politik der russischen Bourgeoisie und des Gegendrucks von dem Proletariat für die Fortsetzung des revolutionären Kampfs und für die konsequente Entstehung einer Internationale gab, werden die Bolschewiki die alte gute Rolle der zentrischen Sozial-Demokraten spielen und diese Politik der ganzen Internationale vorschreiben. Die formelle Internationale ist das Ergebnis des Kräfteverhältnisses. Wenn es am Anfang Erklärungen gibt, die Elementen des durch die proletarische Avantgarde erforderten revolutionären Bruchs entsprechen, führt sehr schnell die Vorherrschaft der sozial-demokratischen Linie von den alten Bolschewiki, deren Mehrheit den proletarischen Aufstand niemals verteidigt hat, zu der Vorherrschaft der alten sozial-demokratischen Methoden und zu dem Verlassen des revolutionären Anspruchs.

Also kann man, schon zur Zeit Lenins, die klare Beziehung zwischen folgenden Schlüsselelementen feststellen: in der Internationale behaupten sich Handelsentwicklung und die Entwicklungspolitik des Kapitals, die sich auf der Arbeitssteigerung beruht (daher die Unterdrückung der Streiks und der proletarischen Gruppen), indem die Beteiligungspolitik, außerhalb der Organisation, an dem interbürgerlichen Spiel ermuntert wird, als ob es sich um einen neuen Staat handelt. Bündnisse und Abkommen auf Handels -und Militärebene mit den imperialistischen Großmächten sind folglich vorausgesetzt. Logisch wird sich diese interimperialistische Politik des russischen Staats von dem allmählichen Verlassen jedes kommunistischen Bruchs begleiten, und wird von den allgemeinen Behauptungen der ersten Tagung von der kommunistischen Internationale in eine mehr und mehr offen opportunistische und liquidierende Politik, die die zweite und noch mehr die dritte und vierte Tagung beherrschen wird. Die bolschewistische Führung wünschte den Kapitalismus und den Staat zugunsten des Sozialismus zu gebrauchen,2 aber der Kapitalismus und der Staat zogen praktisch den Vorteil aus dem radikalen sozialistischen Bild der Bolschewiki, um sich zu behaupten und die Revolution zu ermorden.

Wir müssen darauf den Akzent legen, dass diese Politik gegen die Revolution sich ab den ersten Tagen nach der Oktoberinsurrektion bestätigt. Ab diesem Moment finden die ersten Gespräche und Versuche von Abkommen mit den imperialistischen Mächten statt. Also wurde die Linie des revolutionären Defätismus und der Weltrevolution geopfert, was zu der Liquidierung der kommunistischen Linke in Russland führen wird. Mit der Gründung der Komintern, die durch die bolschewistische Führung von Anfang an präsidiert wird, vermehrt diese letzte ihren unseligen Einfluss, und nichts kann sie aufhalten, was jeden revolutionären Bruch mit der Vorschreibung des Demokratismus, der Massenpartei, des Syndikalismus, des Parlamentarismus... erstickt. Mit verschiedenen Mitteln (Ausschlüsse, Verfälschungen, Verleumdungen, Drohungen, direkte Repression...) wurden so die Gruppen und Militanten liquidiert, weil sie diesen Bruch durchführten.

Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass die Weltbehauptung der Konterrevolution schwer auf den Wellen des Klassenkamps, wie diese von 1968-73, in der ganzen Welt gelegen hat und noch heute weiterliegt. Diese Behauptung der Konterrevolution wäre nicht so total, nicht so perfekt, hätten die Bolschewiken nicht von solch einer spektakulären Legitimität und einem wirklichen Ansehen profitiert, um zur die Liquidierung jeder Aktion von revolutionären Minderheiten zu schreiten. Um diesen Prozess zu verstehen, verweisen wir auf die Chronologie. Hier werden wir nur die zentralen Fragen dieses liquidierenden Prozesses unter Lenins Führung zusammenfassen.

Die revolutionären Minderheiten dachten in den Bolschewiki die besten Bundesgenossen zu finden, um der konterevolutionären der Zentristen Widerstand zu leisten. Aber die Bolschewiken forderten von den kommunistischen Gruppen mit den Zentristen und/oder mit der Linke der Sozial-Demokratie weiter zu arbeiten. Darum übernahmen sie eine Eroberung- und/oder Bündnispolitik mit Sektoren der Sozial-Demokratie. Diese Politik führte zum Auflösen der Avantgarde, zur Entstehung von Massenparteien aber ohne revolutionäre Kraft oder Bestreben.

Die revolutionären Minderheiten zählten auf die Unterstützung der Bolschewiki für ihre direkte Aktion gegen das Parlament. Diese letzten, unter dem Vorwand zu revolutionärem Parlamentarismus, zwangen den alten Parlamentarismus und die sozial-demokratische Wahltaktik auf. Diese Wahltaktik liquidierte die "kommunistischen" Parteien als revolutionäre Aktionskräfte. In zahlreichen Fällen, wie z.B. später in Italien, erleichterte die Wahlbeteiligung die Aktion der Polizei und des Staats für die Vernichtung der revolutionären Führungskräfte und Militanten. Diese Parteien wurden durch die repressiven Kräfte vernichtet oder in strukturelle Kräfte der bürgerlichen Staaten umgewandelt.

Die revolutionären Minderheiten wollten eine Partei gründen, die eine wirkliche Avantgarde der Revolution und ein "Faktor" wird, um" die Aktion der Massen zu einigen und zu führen". Die Bolschewiki zwangen in der Praxis eine Massenpartei nach Art der Sozial-Demokratie, in der die Militanten von einer Menge von demokratischen Wählern verschluckt worden waren. Die bolschewistische Partei selber hatte aufgegeben, eine Gruppe zu sein, die, trotz ihren Schwankungen, es geschaffen hatte, eine militante Tendenz gegen den Strom auszudrücken, und hatte sich in eine Massenpartei (mehr als eine Million Angehörigen ein Jahr nach der Insurrektion) umgewandelt, die durch die Bürokraten, die Tagungen und andere demokratische Tricks leicht manipulierbar war.

Die revolutionären Minderheiten appellierten an die Organisation außerhalb und gegen die Gewerkschaften, die Räte und andere Einheitsorganisationen, die in bürgerliche Staatsapparate umgewandelt worden waren. Die Bolschewiki zwangen eine gewerkschaftliche Politik auf, aber auch eine allgemeine Politik, um in alle Arten Staatsapparate (einschließlich Verbrauchergenossenschaften) einzudringen. So wurde der geschaffene revolutionäre Bruch liquidiert.

Die revolutionären Minderheiten berücksichtigten all die Zentristen, die mit der Sozial-Demokratie nicht gebrochen hatten, als ihre Feinde. Die Bolschewiki appellierten nicht nur an gemeinschaftliche Arbeit, sondern an ein Ganzen von so genannten Taktiken, von offenen Briefen und Einheitsfronten mit sozial demokratischen Sektoren, die zur Front- ud Bündnispolitik führten, und das Proletariat dem Programm und der Politik der Bourgeoisie unterlagen.

Die revolutionären Minderheiten kämpften für den Bruch mit all der Demokratie. Die Bolschewiki zwangen Losungen und eine Politik ganz und gar demokratisch und für Volksfront auf. 3

Die revolutionären Minderheiten kämpften unterschiedslos mit den Proletariern aller Länder gegen "ihre" eigene Bourgeoisie und "ihren" eigenen Staat. Die Bolschewiki zwangen eine Bündnis - und Frontpolitik mit den verschiedenen Bourgeoisen, die sie, den Umständen nach, "nationalistisch" nannten. Diese konterevolutionäre Politik von Volksfront galt, am Anfang und unter dem Deckmantel des so genannten "Kampfs für die nationale Befreiung", für die genannten "kolonialen und halbkolonialen" Länder. Unter dem Vorwand der Rückständigkeit dieses oder jenes Lands, einschließlich Europa, erweiterte sich diese Politik als globale antifaschistische Politik, und führte dazu, an dem generalisierten imperialistischen Krieg teilzunehmen.

Wir behaupten vollständig wieder, was wir schon in der hier oben genannten Chronologie behaupteten:

" ... Die Geschichte hat nicht auf Lenins Tod gewartet, um eine schlimme Wendung zu nehmen. Im Gegensatz zu dieser Legende gibt der Tod dieses "berühmten Manns" nicht das grüne Licht, um die verschiedenen Militärabkommen mit den imperialistischen Mächten zu unterzeichnen. Die Internationale hat nicht Lenins Hinscheiden erwartet, um die revolutionären Stellungnahmen und Fraktionen zu liquidieren, und sich als Unterhandlungsinstrument im Namen des russischen Staats in der internationalen Arena des Kapitals zu behaupten. Ob auf internationale Ebene ob auf Innenpolitik, geschehen die entscheidenden Ereignisse und die wichtigen Stellungnahmen in den ersten Jahren. Ab 1921-23 wird die bolschewistische Politik von den anfänglichen Widersprüchen nicht mehr erfüllt, die letzten Spuren des internationalen Kampfs zwischen Kapitalismus und Kommunismus sind beseitigt worden. Die Politik der Bolschewiki wandelt sich in eine ganz kohärente konterevolutionäre Politik um. Wenn man liest aufmerksam unsere Chronologie, darin findet man eine allgemeine Kohärenz. Einerseits zwischen der Politikbehauptung von Handels- und Militärabkommen mit den Großmächten, der Liquidierung der Unterstützung für Fraktionen der Avantgarde des Proletariats, der Beteiligung an Friedenskonferenzen, den Zugeständnissen in Russland an dem Auslandkapital im Namen gemeinschaftlicher Interessen mit den anderen Ländern, den Verpflichtungen gegenüber diesen Mächten, um die revolutionäre Unruhe zugunsten der friedlichen Koexistenz einzustellen... und andererseits der jedesmal demokratischeren Politikbehauptung in der Internationale für die Wahlbeteiligung, die Einheitsfront, die Arbeitsregierung, die nationale Befreiung und Syndikalismus. Es gibt auch eine hieb- und stichfeste Beständigkeit zwischen jener Politik und dieser, die sich später behauptete: Volksfront, antifaschistische Front, Nationalfront... Aufnahme in den Völkerbund, Auflösung der Internationale, Nichtangriffspakt mit Hitler und schließlich direkte Beteiligung an dem so genannten Zweiten Weltkrieg. "

 

 

Interimperialistische Diplomatie und Vernichtung des revolutionären Bruchs in der Zeit Lenins.

Schon an der Oktoberinsurrektion 1917 berücksichtigen die Bolschewiki, trotz ihren Reden, den Sieg nicht wie einen gewonnenen Kampf zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat, einen Kampf, in den die Grenzen zwischen die Länder keine Wichtigkeit haben, sondern wie die bolschewistische Eroberung des russischen nationalen Staats. Deshalb übernehmen die Bolschewiki sofort die Führung der neuen Regierung, und wenden sich an Ihresgleichen, statt den internationalen revolutionären Kampf fortzusetzen, den die Insurrektion behauptet hat. (Erinnern wir daran, dass ein wichtiger Teil der Bolschewiken, besonders der Führung, nicht an der Insurrektion und selbst gegen Stellung teilnahm!).

Also verlassen sie erstens diese proletarische Grundstellung, d. h. den Kampf gegen den bürgerlichen Krieg und Frieden und diesen für die soziale Revolution. Schon während des Kriegs hat Lenin diese Stellung übernommen, und, wie die anderen bürgerlichen Sozialisten, hat er sie für eine friedliche Stellung verlassen, die typisch für den Sozial-Imperialismus ist. Bevor an die Fortsetzung des internationalen revolutionären Kampf zu appellieren, und schon an den ersten Tagen der Insurrektion, wenden sich die Bolschewiki an die Diplomaten4 und an die Regierungen der ganzen Welt. Sie suchen nach allerlei Pakte und Bündnisse. Lenins eigene Schwankungen betreffend die Insurrektion und die Opposition der alten Bolschewiki gegen jede Klassenpolitik spalten die bolschewistische Führung, die ein Abkommen mit den anderen sozial-demokratischen Parteien suchen, besonders mit den Menschewiki, denen sie eine Regierungsbeteiligung anbiet, die abgelehnt wird. 5

In derselben Zeit hofiert diese Führung die Alliierten, die die Bolschewiki wie die einzigen Fähigen berücksichtigen, um die alte Armee wieder zu organisieren, damit Russland den Krieg fortsetzen könnte. Die Freundschaft zwischen Lenin, Trotsky und Jacques Sadoul (französischer Militär und Diplomat), die sich in diesen unruhigen Tagen entwickelt (täglich versammelten sie sich während zahlreicher Stunden), erlaubt diesen unablässigen Flirt mit den Alliierten zu erhalten, indem die Unterhandlung sich in den Kulissen mit dem deutschen Staat vorbereitet. So bestimmt Sadoul mit Trotsky und Lenin die Bedingungen eines getrennten Friedens mit Deutschland. Sadoul versichert Frankreich, dass dieser Frieden unmöglich ist, 6 und bekommt gleichzeitig von den Bolschewiki das ausdrückliche Versprechen, dass sie die russische Armee wieder organisieren werden, was die alliierte Bourgeoisie genau wünscht. Im Monat Dezember 1917 finden verschiedene ausdrückliche und formelle Zusammenkünfte zwischen Trotsky und dem französischen Botschafter statt. Trotsky und Lenin versprechen die russische Armee wieder zu organisieren, welche sie früher zu verwesen beigetragen hatten. Schon am Anfang ist Lenin der begeistertste Anhänger der imperialistischen Friedenspolitik. So sagt Sadoul am 6 Dezember 1917 "Lenin spreche mit mir begeistert über das Gespräch Noulens-Trotsky.Er sage sich sicher zu der freundlichen Kollaboration der Alliierten und ihrer nächste Beteiligung an den allgemeinen Friedensunterhandlungen. Ich hätte mich sehr bemüht, um ihn verstehen zu machen, dass ein Abgrund diese Hoffnungen von der Wirklichkeit trenne."

Februar 1918, "Vor der neuen Invasion der deutschen Armee versucht Trotsky diplomatische Annäherungen, um die Hilfe der imperialistischen alliierten Kräfte zu bekommen. Die Möglichkeiten eines "Kampfs gegen den gemeinschaftlichen Feind" (Trotsky)und des Wiederaufbaus der russischen Armee dank der Entsendung von alliierten Ausbildern werden ausgehandelt. Obwohl die Gespräche keine Fortschritte machen, wegen des gegenseitigen Misstrauens der Gesprächspartner, sind sie doch ein wichtiger erster Anhaltspunkt für erste Anwendung auf die Beteiligungstheorie an dem Spiel der interimperialistischen Gleichgewichte, dafür Trotsky Stalin später verantwortlich machen wird".

Man muss darauf den Akzent legen, dass der Vorschlag, um die Militär- und Wirtschaftshilfe von dem englisch-französischen Imperialismus zu bekommen, angenommen wird, während der Sitzung des Zentralkomitees der bolschewistischen Partei am 22 Februar. In Wirklichkeit bestand schon diese Politik der Suche nach imperialistischen Bündnissen kurz nach der Insurrektion. Wie Sadoul es in seinem Brief von 7 Januar 1918 sagt: "Seit zwei Monaten gibt es keine Woche, ohne dass die Bolschewiken die Unterstützung der Alliierten außer offiziell aber ehrlich fragen".

Die Bedeutung dieser Politik ist ungenügend erklärt worden. Einerseits handelt sich es um das vollständige Verlassen des Kampfs des Weltproletariats gegen all die nationalen Armeen (die Revolutionären bestimmen diese Politik als Kapitulationspolitik). Andererseits handelt es sich um die Behauptung der Bolschewiki als Führer noch eines nationalen Staats, die die anderen Sozial-Demokraten und den Zarismus in der Beständigkeit der imperialistischen Kriege und Frieden auswechseln. Also nichts kohärenter als die Wiederorganisation der alten bürgerlichen Armee.

So in Februar 1918, unter dem Vorwand der deutschen Offensive, fängt das durch Lenin und Trotsky den Alliierten gemachten Versprechen der Wiederorganisation der Armee an. Die massive Rekrutierung und die allgemeinen Regeln der Miltärdisziplin werden aufgezwungen ("die äußere Formen der Ehrerbietung", militärische Ehrenbezeigung, verpflichte Formeln, um sich an einen Vorgesetzten zu wenden, Vorrechte für die Offiziere...). Diese Maßnahmen, die von den Zaristen begrüßt werden, erlauben die Kollaboration der alten Offiziere des Zaren. Aber diese Zustimmung verhindert nicht gleichzeitig die Einwilligung der durch Deutschland aufgestellten Bedingungen, und, einige Tage später, die Unterschrift des berühmten Vertrags von Brest-Litovsk.

Diese Behauptung der Kapitulationspolitik schuf selbstverständlich einen proletarischen Widerstand, besonders in den revolutionären Sektoren. In der bolschewistischen Partei selbst drückte sich dieser Widerstand am klarsten. Einige Tage vor der Unterschrift des Vertrags von Brest-Litovsk und gegen die Kapitulation äußert sich diese erste Opposition gegen Lenins Politik in folgendem Brief an das Zentralkomitee der Partei: "Diese Einwilligung(durch das ZK der Partei den Imperialisten gegeben) bedeute die Kapitulation der Avantgarde des internationalen Proletariats der internationalen Bourgeoisie gegenüber... Die Entscheidung, den Frieden zu jedem Preis zu schließen. Diese Entscheidung, den Frieden zum jeden Preis zu schließen, die unter den Druck der kleinbürgerlichen Elementen und Strömungen genommen worden sei, habe die Einbuße der führenden Rolle des Proletariats nicht nur im Westen unvermeidlich zur Folge, sondern auch in Russland selbst… Äußerlich auf proletarische Stellungnahmen zu verzichten, werde uns dazu unvermeidlich führen, dasselbe innerlich zu tun… wir meinten, dass das Proletariat, nach der Eroberung der Politikmacht, nach der ganzen Zerschlagung letzter Bollwerken der Bourgeoisie, mit der Notwendigkeit unvermeidlich konfrontiert werde, um den Zivilkrieg auf internationale Ebene auszudehnen, und dass keine Gefahr ihn für die Verwirklichung dieser Aufgabe anhalten könne. Darauf zu verzichten, werde das Proletariat zu seiner Einbuße durch innerliche Auflösung führen, und das sei wie ein Selbstmord." 7

Wie man es sieht, haben die Revolutionen Sektoren ein klares Gewissen, dass Lenin und Cie. gerade die Hauptstellungnahmen des Proletariats verlassen, dass es sich um eine wirklichen Kapitulation auf internationale Ebene handelt der Weltbourgeoisie gegenüber, die auch auf nationale Ebene zu kapitulieren führe wird. Sie sehen deutlich, dass die Unterhandlung zwischen Staatsmännern eine Kapitulation der Weltbourgeoisie gegenüber ist, und dass so man auf die wichtigste und entscheidende Aufgabe verzichte: die Weltausdehnung der Revolution. Die Erklärung der kämpfenden Genossen gegen Lenin und Cie. in mehrfacher Hinsicht scharfsinnig ist; selbst wenn es fehlerhaft ist, diese Politik durch den Druck der kleinen Bourgeoisie zu erklären. Es handelt sich um eine sofort imperialistische, kapitalistische, bürgerliche Politik. Wie wir es weiter schreiben werden, werden die Bolschewiki in ihrer folgenden Gesprächen mit der imperialistischen Weltdiplomatie mehr und mehr deutlicher sein, was das Verlassen der internationalen Ausdehnung der Revolution betrifft.

Konkret werden das Proletariat und die Weltrevolution mit dem Frieden von Brest-Litovsk hart getroffen, der ein klarer Verrat des Interesses der Revolution besonders in der Region bedeutet. Diese Praxis der Bolschewiki gegen die Revolution verstärkt eine wankende Weltbourgeoisie, und trägt daher bei, ihr eine Hitze in dem imperialistischen Krieg zu geben. Die bolschewistische Waffenruhe verstärkt den Imperialismus überall auf der Welt. Bourgeoisie und deutscher Staat bekommen frische Luft gegen das Proletariat, das in diesem Land in den revolutionären Kampf zieht. Aber im Ganzen liefert die Unterschrift des Friedensvertrags das Proletariat des zentralen und östlichen Europas in Ukraine, Finnland, Livonia, Estland, Krim, Kaukasus und in zahlreichen gebieten südlich von Russland dem deutschen Militarismus aus.

Tatsächlich ist diese Unterschrift eine wirkliche Unterstützung von den Bolschewiken für die deutschen Militärs, die em revolutionären Defätismus gegenüber schon eine ganze Unsicherheitsperiode leben, die den Proletariern Deutschland gegenüber verstärkt werden, die ihnen mit anderen imperialistischen nationalistischen bürgerlichen Fraktionen die Möglichkeit geben, den weißen Terror in diesen Gebieten wieder zu herstellen. Im Namen des Proletariats Russlands und auf der Grundlage der alten bürgerlichen Losung von "dem Völkerrecht auf Selbstbestimmung", die die Sozial-Demokratie und Lenin im Namen des Sozialismus beansprucht hatten, hat man dem für die Revolution kämpfenden Proletariat dieser Regionen gesagt: "dass jeder zu helfen weiß, wie er kann". Alle internationalen Solidaritätsprinzipien und diese des revolutionären Kampfs werden verlassen im Namen der Waffenruhe Lenins und seiner Opportunitätspolitik. " Wir haben schon die Revolution gemacht, jetzt können wir mit unseren Henkern unterhandeln. "

Diese zugunsten des Imperialismus Kapitulation verstärkt den Weltkrieg: selbst vor der offiziellen Unterschrift des Vertrags, werden Tausende deutsche Soldaten von der russischen Front nach Frankreich, Italien... gesandt. Die Waffenruhe trifft mit voller Wucht die Verbrüderung, den revolutionären Defätismus, die im Lauf seienden Insurrektionen und die im Gang seiende revolutionäre Bewegung. Das tief konterrevolutionäre Wesen des Vertrags von Brest-Litovsk kann nur verstanden werden, wenn man berücksichtigt, was er für die sich laufenden proletarischen Insurrektionen in jenem Moment in ganzes Deutschland bedeutet. Die Waffenruhe verstärkt den Imperialismus und den imperialistischen Krieg, wie die deutsche, russische kommunistische Linke und von anderen Ländern es anprangert. Rosa Luxembourg selber, die ganz und gar keine Linkskommunistin ist, wird die konterevolutionäre Bedeutung dieser "scheußliche Verbindung Lenins mit Hindenburg" in einem ihrem letzten 8

In " Warum sind wir gegen den Vertrag von Brest-Litovsk " erklärt I. Steinberg (linksrevolutionärer Sozialist): " Der Bauer schätzte nicht und habe nicht ins Herz dieses oder jenes Gebiet, diese oder jene territoriale Benennung, sondern die Arbeitsbevölkerung, die dieses Gebiet bewohnte, oder das soziale Regime, wo er lebe. Der Geist der Revolution sei damit geschlagen, dass diese Regionen von der revolutionären Macht in die reaktionäre Macht der Grundbesitzer, der Zaren, der Nachkapitalisten übergegangen seien... Die russische Republik wollte eine Großmacht der Revolution und des Sozialismus werden... Der Frieden von Brest habe uns plötzlich von dieser Ausdehnungsaufgabe abgebracht. Er habe uns die Hilfe und die revolutionäre Kooperation von Millionen bewussten Arbeitern und Bauern entzogen, und er habe sie unseren Beitrag und Kooperation entzogen ". 9

Die Anschuldigung der kommunistischen Linke, nach welcher das deutsche Proletariat das Proletariat von Europa, Finnland, Ukraine, Lettland, Estland... verraten hat, indem es an diesem Blutbad teilgenommen hat, wird von Lenin gegen Kautsky wieder aufgenommen werden. Er wird die Anschuldigung nicht aufnehmen, nach welcher seine Politik dazu führt, dass das russische Proletariat an diesem Verrat teilnimmt, indem er mit der Waffenruhe und der leninistischen Ideologie der nationalen Selbstbestimmung die Proletarier all dieser Zonen den deutschen Militär und der internationalen konterrevolutionären Repression verlässt. Lenin sagt: " In Wirklichkeit wüsste Kautsky ganz und gar, dass diese Anschuldigung durch die deutschen Linkssozialisten, die Spartakisten, Liebknecht und seine Freunde erhoben worden sei und erhoben werde. Diese Anschuldigung äußerte das klare Bewusstsein, dass das deutsche Proletariat einen Verrat gegen die internationale und russische Revolution begangen habe, indem es Finnland, Ukraine, Lettland und Estland zerschlüge."

Zwar hatte die Politik der SPD und der USPD nicht nur geschaffen, die Revolution zu behindern, sondern auch den deutschen Militarismus zu begünstigen und so seine Klassenbrüder auf der Welt massakrieren können. Aber Lenins Politik führt zu demselben Endpunkt, und Lenin verschweigt das. Die Absonderung der Proletarier von diesen Regionen gegenüber dem weißen Terror und dem deutschen Militarismus wird die direkte Folge der Lenins imperialistischen Friedenspolitik sein.

Diese konterrevolutionäre Politik, die als eine "unentbehrliche Waffenruhe" dargestellt wurde, wird später das Urbild selbst der leninistischen internationalen Politik werden. Einmal verbündet man sich mit einem Imperialismus, ein andermal mit einem anderen, und man benutzt immer das notwendige Übel, das geringste Übel. Man lässt immer den revolutionären Kampf ohne Bündnis oder Vorteil für andere Fraktionen der Bourgeoisie weg. Man verteidigt alles und irgendetwas, anstelle jenes Kampfs, der die "Niederlage der Revolution" verursachen könnte. Als ob diese Politik selbst die schlimmste Niederlage der Revolution nicht war! Als ob es für die Revolution etwas Schlimmeres war, als die Konterrevolution, zu der der russische Staat und der Weltstaat unter der Führung von Lenin, Trotsky, Stalin... geführt hatte. Wir betonen, dass diese leninistische Politik am Anfang überall in den Komitees, der Partei, den Sowjets, den Städten, auf dem Land überstimmt wird. Nur durch Schliche wird es Lenin und den ihren gelingen, sie demokratisch umzustimmen und so den Frieden zu unterzeichnen. Später wird diese Politik von Opportunismus, Schlichen, Diffamierung und Säuberungen die allgemeine Norm der alten Bolschewiki, die (Kamenev, Zinoviev, Stalin...) zugunsten der Insurrektion niemals gewesen waren, um sich mit Lenin in der Partei, in Russland und allmählich in der Komintern aufzuzwingen.

Indem Lenin und Trotsky den Frieden von Brest-Litovsk unterzeichnen, halten sie auch den Alliierten ihr Versprechen. Sie gehen mit der Wiederorganisation der russischen Armee10 weiter und planen gleichzeitig mit mehreren früheren zaristischen Offizieren die Wiederorganisation der Marine und, im Allgemeinen, der Streitkräfte. So erfüllen sie, was jeder bürgerliche Staat tut, und was die alliierte Bourgeoisie sie in solchen Umständen fragt. In April-Mai 1918 wird dekretiert, die Bevölkerung militärisch zu mobilisieren, und von der freiwilligen Rekrutierung in die verpflichte Konskription der Arbeiter und "Bauern" überzugehen. Die Todesstrafe wirdgegen diejenigen, die diese Zwangseinreihung ablehnen, wiederherstellt und durchgeführt.

In der gleichen Zeit versucht man, die Wirtschaft auf Basis von „Zugeständnissen für das internationale Kapital"11 zu organisieren, gewährt man den Verwaltern und Technokraten hohe Löhne, während man Maßnahmen trifft, die darauf gerichtet sind, die Ausbeutungsquote der Proletarier sofort zu steigern. Das wird Lenin wie folgendes zusammenfassen: "Die Disziplinverstärkung und die Steigerung der’ Arbeitsproduktivität (sic), das Einführen der Stücklohnarbeit, die Durchführung von zahlreichen wirtschaftlichen und fortschrittlichen Elementen des Taylors Systems".

Dieses öffentlich bürgerliche Programm, das die Ausbeutung des Proletariats und also der Profitquote mit allen Mitteln zu steigern versucht, hat im Gefolge allerlei Zugeständnisse und Vorschläge dem internationalen Kapital gegenüber, um die "sowjetischen" Produktionskräfte auszubeuten: nicht nur natürliche russische Ressourcenangebote, sondern auch klare ausgezeichnete Ausbeutungsmöglichkeiten der russischen Proletarier, die die Macht in diesem Land angeblich besitzen. So im Mai 1918 überbringen die Bolschewiki Robins ein Memorandum, das danach dem US State Department überreicht werden wird, und in welchem die Bolschewiki den Nord-amerikanischen Kapitalisten die Vorteile vorschlagen, wenn sie an dem Bergbau, an dem Bau von Verkehrsmitteln, an dem Einführen von modernen Methoden in die Landwirtschaft, an der Ausbeutung der Seereichtümer in Sibirien als Gegenleistung für Landprodukte. Dieses Dokument, in dem Lenin und seine Partei an die Ausbeutung der Proletarier von Russland skrupellos appellieren, und die Steigerung der Ausbeutungsquote mit allen möglichen Mitteln ermutigen, zeigt wie sehr diese Partei sich abmüht, wie irgendeine Regierung (von rechts oder links und unabhängig von all den sozialistischen Erklärungen und Formulierungen), um die Kapitalien anzuziehen, um bessere Rentabilitätsbedingungen anzubieten: d.h. Proletarier opfern, und die Ausbeutung- und Profitquote des Kapitals maximal zu steigern.

Man muss nicht vergessen, dass die Ausbeutungsteigerung in einem Land, die Lebensbedingungen des Weltproletariats schadet. Also, wenn Lenin und Co. in Russland bessere Rentabilitätsbedingungen anbieten, verbessern sie tatsächlich nicht nur die Rentabilität des internationalen Kapitals in diesem Land, sondern auch die politische und soziale Kraft des Kapitals gegenüber den kampfenden Proletariern auf der ganzen Welt, was die Bolschewiki objektiv und abhängig von ihrem Wille oder von ihren Erklärungen an der Seite der Weltbourgeoisie gegen das Weltproletariat stellen.

Am Anfang doch stößt diese bürgerliche Politik auf die Auffassungsgabe der Weltbourgeoisie ausnahmsweise, die die Bolschewiki als Weltvertreter der Konterrevolution trotzdem verdienen. In der Tat bleibt die Bourgeoisie noch durch die Bolschewiki terrorisiert. In den folgenden Monaten verbünden sich auf internationale Ebene alle Militärkräfte der Bourgeoisie (russische, japanische, französische, englische, nordamerikanische...) gegen Russland, was den Bolschewiki ein Anschein von Radikalisierung geben wird, denn sie werden diese offen imperialistische Politik verlassen, und werden sich als scheinbar "internationalistische Proletarier" vorstellen. Wie in unserer Chronologie gesagt, ist diese vorübergehende und scheinbar "internationalistische" Praxis nicht das Ergebnis einer invarianten strategischen Linie, sondern besonderer Isolierungsbedingungen und Konfrontation gegen nationale Staaten... die Bolschewiki, gezwungen die diplomatische Politik den anderen Regierungen gegenüber zu verlassen, konzentrieren ihre internationale Aktion durch Anrufe zum Proletariat und zur Weltrevolution.

Diese radikale Phase, die bis Ende 1920 dauern wird, trifft mit der Endphase der größten revolutionären Welle in der Geschichte des Proletariats, was dem bolschewistischen Opportunismus ein revolutionäres Ansehen gibt. Aber selbst während dieser kurzen Periode, wo die Bolschewiki sich als Wortführer einer "wirklich kommunistischen und revolutionären neuen Internationalen" vorstellen, unterhandeln sie weiter, und schließen Abkommen mit denjenigen, die das Proletariat direkt unterdrücken. Zwischen Januar und April 1919 machen die Bolschewiki mehrere Versöhnungsversuche mit den alliierten Regierungen, und erklären deutlich, dass sie "die Finanzverpflichtungen der Gläubiger von der Nationalität einer der alliierten Mächte" erkennen. Das bedeutet, dass die Bolschewiki die durch den Zarismus gemachten Schulden erkennen, und seinesgleichen auf der ganzen Welt zeigen, dass sie wirkliche Staatsmänner sind. Chicherin erklärt, es sei das erste Anrufbeispiel auf die internationale Versöhnung im Namen der Finanzvorteile, und es sei "ein der außerordentlichsten Aspekte der Lenins Auslandspolitik".

Tatsächlich ganz außerordentlich, wenn man glaubt weiter, dass es für die Proletarier nützlich sein wird, aber ganz und gar gewöhnlich und üblich, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass es nur einem besonderen bürgerlichen Staat, dem russischen Staat, dient, wie es für Lenins Politik der Fall ist. Und noch harmlos, wenn man die praktische Sabotage betrachtet, die diese imperialistische Politik für das kämpfenden Proletariat bedeutet. Es reicht ei einziges Beispiel zu nehmen, nämlich die offene Sabotage, die diese Art Versöhnung genau in der proletarischen Insurrektion März 1920 in Deutschland darstellt.

Die Politik der interbürgerlichen guten Beziehungen mit de Kapitalisten auf der ganzen Welt, die in der Wiederbehauptung des russischen Staats als imperialistische Macht wie in der zaristischen Zeit zum Ausdruck kommen wird, und die seinen Höhepunkt in der stalinistischen Zeit erreichen wird, bestimmt immer die Verhältnisse mit den proletarischen Mächten und Organisationen, die zu der Sozial-Demokratie im Gegensatz stehen. Ab ihren ersten Flirts mit der deutschen Bourgeoisie und den Militärkadern dieses Lands, stehen die Bolschewiki in Widerspruch mit mehreren proletarischen politischen Gruppen in Russland: innerhalb der Bolschewiki bilden sich kommunistische Linksgruppen gegen die leninistische Politik, drohen Widerstand und Aufstand bei den Linkssozialistischen und die anarchistischen oder anarcho-kommunistischen Gruppen.

Ab Juni-Juli 1918 steigern die Proteste gegen die bürgerliche Politik der Bolschewiki mit dem Aufstand der revolutionären Linkssozialisten, dem Mord an dem deutschen Botschaft und dem Versuch, um Lenin selber umzubringen. Die Stellungnahmen und Aktionen dieser Oppositionen sind sehr verschieden und widersprüchlich, und für viele gründlich sozial-demokratisch (Menschewiki, "defensive" anarchistische Sektoren das heißt, die Stützung des Kriegs, wie in ihrem " Manifest der Sechzehn " erfordert), oder von nationalistischen Stellungnahmen beeinflusst. Es gibt einen wirklichen proletarischen Widerstand, der durch Sektoren von Bolschewiki selbst, durch revolutionäre Linkssozialisten, oder durch manche Anarchisten wie die makhnovistische Bewegung. Schon an der Macht unterdrücken die Bolschewiki nicht nur die konterrevolutionären Kräfte, sondern auch die revolutionären und proletarischen Kräfte, die gegen ihre Politik sind. Diese Repression der proletarischen Gruppen und revolutionären Minderheiten schon von den ersten Tagen an verbreitet sich halb Juli 1918, und steigert mit der Repression der revolutionären Bewegung in Ukraine, auf den Ländern in Tambov… und mit dieser des Aufstands von Kronstadt 1921.

 

Die Beziehungen mit den revolutionären Gruppen und die bolschewistische Politik, die die Komintern führt.

Wenn die Politik der ersten Jahre die Verwirrung und Desorganisation bei den avantgardistischen proletarischen Gruppen auf der Welt selbstverständlich verursacht, wird 1919 (Jahr des ersten Parteitags der Komintern) berücksichtigt als das Jahr, wo die bolschewistische Politik die radikalste ist, was aus der Plattform und dem Manifest hervorgeht. Diese Hauptdokumente erscheinen, im Vergleich zu denjenigen, die folgen werden, als Bruchelementen mit dem internationalen Kapital, und besonders mit der sozial-demokratischen Tradition. Aber, selbst in diesen Dokumenten, preist man "die revolutionäre Verwendung des Parlaments", was sich gegen den im Gange seienden kommunistischen Bruch überall auf der Welt offen stellt. In mehren als 15 Ländern haben große oder kleinere Gruppen mit den bürgerlichen Sozialismus gebrochen. Diese Gruppen, die an die Gründung von Parteien außerhalb der Sozial-Demokratie und gegen sie appellieren, halten irgendwelchen Parlamentarismus und irgendwelche Wahltaktik für konterrevolutionär, und behaupten, jede auf ihre Weise, eine globale Kritik der Demokratie und der Sozial-Demokratie.

Während 1919 gibt es große Insurrektions- und Streikbewegungen auf der ganzen Welt gibt, verteidigen aber die Bolschewiki direkt, oder als Exekutivkomitee der Komintern, die Wahltaktik und den Parlamentarismus gegen die Bewegung des Proletariats und gegen die Linkskommunisten. Darüber erwähnen wir, dass das erste Zirkular des Exekutivskomitees 1919 ("Der Parlamentarismus und der Kampf für die Sowjets") schon die Notwendigkeit der "taktischen" (sic) Verwendung von dem Parlamentarismus behauptet, und dass Radek12, ein Monat später auf der Tagung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in Heidelberg, im Namen der Bolschewiki, die Teilnahme an den Wahlen und an den Gewerkschaften verteidigt. So stellt er sich offen gegen die kommunistische Linke in einem entscheidenden Moment. Die gewalttätige Repression derzeit verhindert mehrere " linkskommunistische" Delegationen, an der Tagung in Heidelberg teilzunehmen. Levi13 nimmt die Tatsache wahr, dass er durch die Bolschewiki und besonders durch Radek unterstützt wird, um alle kommunistische Militanten auszuschließen.

Wir betonen auch, dass Radek genau in dieser Periode seine widerliche kleine Schrift "Entwicklung der Weltrevolution und die Aufgaben der kommunistischen Partei" redigiert, wahres Vorzeichen der "Kinderkrankheit" Lenins. Anton Pannekoek wird darauf bemerkenswert mit seiner Schrift "Die Weltrevolution und die Taktik des Kommunismus", antworten, um den Leninismus anzuprangern.

Schon in diesen Umständen verteidigen Radek und Levi offen den Frontismus, den sie den "vorläufigen Block" zwischen KPD und SPD nennen. Sie paktieren mit der USPD (der Linkssozialdemokratie) gegen alle, und was der Kampf selbst vorbringt. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Frontpraxis sich gegen die Praxis selbst der proletarischen Avantgarde stellt, die gegen die Sozial-Demokratie offen kämpft. Der Höhepunkt ist erreicht, als die leninistischen Führer der KPD im Jahr 1920, genau in der proletarischen Insurrektion im Ruhrgebiet, die Bewegung sabotieren, indem sie an die Bildung einer Front mit den Feinden des Proletariats appellieren.

Das heißt, dass die Bolschewiki, während der internationale Kampf des Proletariats in vollem Gange ist, und entgegen allen Erwartungen, nicht nur den Syndikalismus und den Parlamentarismus deutlich verteidigen werden, sondern auch die Bildung einer Einheitsfront (Vorzeichen der Volksfront und der so-genannten anti-imperialistischen Front) mit den offenen Feinden des Proletariats, den erklärten Unterdrückern des internationalen Kampfs. In diesem Sinn lässt die durch die Bolschewiki angewandte konterrevolutionäre Politik in Deutschland ahnen, genau wenn das Proletariat seine Kraft beweist, welche später überall aufgezwungen werden wird. In der Zeit, wo Lenin gegen die kommunistischen Minderheiten diese Politik unterstützt, schreibt er ihnen, um die Verschiedenheiten zu verharmlosen. Ein Jahr später erkennt er, das sei auch nur ein Manöver, einfach eine "taktische Frage". Er erklärt, es sei notwendig, die "kommunistische Linke zu unterstützen", aber "jetzt würden wir für sie keine Werbung mehr betreiben, darüber würden wir nicht mehr sprechen", Taktik der Einheitsfront als Vorzeichen der Volsfront und des angeblichen anti-imperialistischen Frontismus.

1919 wird ein Büro der Komintern für Westeuropa in Amsterdam errichtet. Dieses Büro drückt ein Ganzes von vielfältigen Tendenzen aus, deren einige im Gegensatz zur Sozial-Demokratie stehen, und den Syndikalismus, die Wahltaktik, den Parlamentarismus, die Massenpartei… kritisieren. Da ihre Stellungnahmen mit diesen von den kommunistischen Fraktionen in Südamerika (Argentinien, Uruguay, Chili…) und in Nordamerika (USA, Mexiko…) zusammentreffen, würde eine wirkliche organisatorische Alternative zu der opportunistischen Politik Moskau gewesen können sein. Aber sehr schnell, auf Anforderung der Bolschewiki wird ein anderes Büro in Berlin mit Zentristen wie Levi, Zetkin und Radek gebildet, die gegen jeden entscheidenden Bruch sind. Das Büro in Berlin hat zum Prinzip (genau 1919!), dass „ die Revolution, selbst auf europäische Ebene, langsam geschehen wird", und übernimmt es, das Büro in Amsterdam zu liquidieren. Der Widerspruch zwischen beiden Büros größer wird, und bricht Anfang 1920 unter Auftrieb des Büros in Amsterdam, während der Amsterdam Konferenz, wo es sich handelt, um die Orientierungsgrundlagen des Kampfs in Westeuropa anzunehmen.

Trotz der bestehenden Meinungsverschiedenheiten und der Repression, appelliert das Büro in Amsterdam, das ganz und gar gegen den Opportunismus von Lenin, Radek, Zinoviev, Zetkin und anderen Opportunisten der Führung der Komintern, offen an den totalen Bruch mit den sozial-patriotischen Parteien, und besonders mit der Labour Party in Groß-Britannien. Die Opposition zwischen beiden Büros wird größer, bis Louis Fraina, im Namen des Büro in Amsterdam, ein Ganzes von wichtigen revolutionären Brüchen behauptet14: Forderung der Spaltung mit der KPD, Forderung des totalen Bruchs mit der Gewerkschaften, der durch die KAPD verteidigt wird, Ablehnung der Auffassung von der Massenpartei und Behauptung der Partei als Einheits- und Führungsfaktor, Notwendigkeit des Bruchs mit dem Zentrismus als Hauptfeind und Anprangerung eines Ganzen von Organisationen als opportunistische Kräfte wie die USPD, die nordamerikanische sozialistische Partei, die Linke der britannischen Labour Party, die spanische sozialistische Arbeiterpartei, mit denen Moskau flirtete.

Das geht zu weit, umso mehr als die opportunistische Politik der Bolschewiki und die Führung der Komintern tatsächlich offen angeprangert werden. Die Antwort des Exekutivkomitees der Komintern bleibt nicht aus: es beschließt einfach die Auflösung des Büros in Amsterdam. Ein wichtiger Präzedenzfall ist da, um diejenigen auszuschalten, die in Zukunft nicht einig sein würden. Keine einzige Debatte, noch Befragung mit de Betroffenen, die selbst darüber nicht sofort informiert werden. Durch den Rundfunk werden sie hören, dass das Büro beseitigt und ihr Mandat zurückgenommen wird. Es wird noch nicht zu der körperlichen Liquidierung gegriffen, sondern klar gesagt, dass das Beschließen, um „das Mandat des Büros in Amsterdam zurückzunehmen" einfach angenommen wird, denn „es verteidigt betreffend diese Fragen einen gegensätzlichen Standpunkt diesem des Exekutives, hauptsächlich betreffend die Ablehnung der parlamentarischen Waffe" und denn „es darauf verzichtet, die revolutionären Gedanken in die Gewerkschaften eindringen zu lassen." Sehr schnell werden „die parlamentarische Waffe" und das Eindringen in die Gewerkschaften für diesen revolutionären Gedanken schädlich erscheinen, und werden die „kommunistischen Parteien beweisen, nur das Pendant der sozial-demokratischen Parteien zu sein, die seit immer parlamentarisch und syndikalistisch sind, d. h. Staatsparteien gegen das Proletariat.

In diesen leninistischen Zeiten zeigen die Ideologien wie diese des revolutionären Parlamentarismus, des Eindringens in die Gewerkschaften, oder der Nationalbefreiung, dass die Bolschewiki schon an der Seite der Staaten gegen den Kampf des Proletariats in mehreren Ländern sind. Schon vor der Zweiten Tagung der Komintern wird ihre Volksfrontstellungnahme zugunsten der Nationalbefreiung in den „kolonialen und halbkolonialen" Ländern festgestellt. Die Leninistischen, statt die revolutionären Minderheiten in Persien, in Afghanistan, in Indien, in China…15 zu unterstützen, suchen um jeden Preis eine diplomatische Annäherung mit der nationalistischen selbstverkündeten Bourgeoisie von diesen Ländern, und tragen zu der Isolierung und also zu der Repression der Revolutionären in diesen Ländern objektiv bei. Betonen wir, dass diese diplomatische Politik der guten Beziehungen zwischen Staaten mit der Unterstützung für das Regime des Emirs Amanullah von Afghanistan und die Austausche von diplomatischen Vertretern in Mai 1919 offiziell anerkennen wird. Einige Monate später wird Lenin selber, in einem an den ersten Mandatar dieses Lands gerichteten Brief, darauf dringen, „die gutnachbarlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verstärken". Der schon durch Marx festgestellte Antagonismus zwischen dem Interesse des Proletariats und diesem der Nation scheint Lenin nicht zu beunruhigen, der in Namen des Proletariats jetzt nur an die Interessen „der Nationen" denkt.

Auf Basis derselben Politik wird die Zweite panrussische Tagung der Kommunistischen Moslemischen Organisationen veranstaltet. Während dieser Tagung zögert Lenin nicht, als Subjekt der Revolution nicht das revolutionäre Proletariat, sondern „die unterdrückten Völker" zu benennen, d. h. das Bündnis der Ausgebeuteten mit den Ausbeutern. „Die sozialistische Revolution wird nicht nur und hauptsächlich der Kampf der revolutionären Proletarier jedes Land gegen ihre Bourgeoisie sein, sondern das Ergebnis des Kampfs aller Kolonien und durch den Imperialismus unterdrückten Länder, aller abhängigen Länder gegen den internationalen Imperialismus". Es ist ganz und gar falsch zu behaupten, wie alle Variante von Trotzkismus es z. B. tun, dass die Rufe zu den Volksfronten und Bündnissen mit der Nationalbourgeoisie mit Stalin begonnen sind. Dimitrov oder Stalin für die Liquidierungspolitik, die der Volksfront eigen ist, verantwortlich zu machen, ist eine riesenhafte Lüge. Diese Rufe und Manifeste von Lenin und den Bolschewiki sind eine direkte Anregung zu dem nationalistischen, so genannten antiimperialistischen Kampf. Diese Art Proklamierung wird sich ununterbrochen aufeinander folgen, und sofort zur der Liquidierung der Selbstständigkeit des Proletariats auf der Welt beitragen. Tatsächlich, nur eine nationale Auffassung der Entwicklung des Kapitals, die in der eurorassistischen Ideologie der Sozial-Demokratie, dann der Komintern üblich ist, kann behaupten, dass diese Rufe zu dem Proletariat, um die Nationalbourgeoisien in ihren vermutlichen Kämpfen gegen die Imperialisten zu unterstützen, nur auf das Proletariat dieses oder jenes „kolonialen oder halbkolonialen" Land und nicht auf das ganzen Weltproletariat wirken.

Erstens ist diese so genannte Taktik ein wirkliches strategisches Verlassen des Weltproletariats, den man klar fragt, den Nationalwiderspruch zu berücksichtigen wie höher als der Klassenwiderspruch, und als ob er zu demselben sozialistischen Ziel führen wird, was ganz und gar falsch ist. Die Nationalbefreiung führt niemals zum Sozialismus, sie begünstigt niemals die Interessen des Proletariats. Diese Opportunisten, die sich als Staatsführer aufspielen, satt den Weltkampf des Proletariats gegen die Weltbourgeoisie zu behaupten, appellieren, in Namen des Proletariats, die Proletarier auf der ganzen Welt daran, diese oder jene Nation zu unterstützen, denn sie als unterdrückt berücksichtigt wird, d. h. die wirkliche Klassenselbstständigkeit zu liquidieren. So stellen sie das Proletariat hinter irgendwelcher Weltbourgeoisie, die sich „gegen den Imperialismus" sagen würde.

Zweitens kann die Frage selbst der „unterdrückten Länder" auf irgendwelches Land oder Region auf der Welt anwenden werden. Das werden danach die Trotzkisten und Stalinisten überall tun. Selbst Deutschland wird es nach dem Vertrag von Versailles fordern. Einschließlich der seltenen „Unterdrückerländer", die aus dieser betroffenen und absurden16 Qualifikation ausgeschlossen würden, hat man immer andere unterdrückte „Völker" oder „Nationen" können finden, und wird man finden können. So wird das Bündnis der Proletarier mit der Bourgeoisie dieser „unterdrückten Nationen" gerechtfertigt werden können. Das wurde, und wird immer sein, eine Waffe gegen die Erhebung des Proletariats als Klasse und also als Partei. In den Taten proklamiert man kaum in verhüllten Worten den alten sozial-demokratischen Prinzip, der will, dass die sozialistische Revolution, für welche man kämpft, kein Kampf gegen das Kapital wirklich sei, und noch weniger gegen das Weltkapital, sondern ein großes Volks- und Nationalbündnis gegen diesen oder jenen Imperialismus, oder diese oder jenes Land.

In der Praxis handelt es sich um einen Ruf auf den proletarischen Kampf gegen das Kapital zu verzichten, und mit den Kapitalisten sich zu verbünden, die sich, in jedem besonderen Fall, für entweder fortschrittlicher oder demokratischer „antiimperialistisch" als die anderen halten. Wie man es weiß, wird die bürgerliche Politik der Bündnissen und Mesalliancen, die mit Lenin eingeführt wurde, die verschiedenen Schwenkungen des russischen Staats und der Führung der Komintern in den folgenden Jahrzehnten prägen. Wir zitieren nur den Pakt, der durch Stalin mit Hitler zwanzig Jahre später unterzeichnet wurde, und der jenem vorherging, den er mit Roosevelt und Churchill unterzeichnen wird. Ganz und gar logisch also, dass Lenin mit seiner nationalen imperialistischen Auffassung weniger und weniger an die Revolution appelliert, und mehr und mehr an den Frieden zwischen Nationen.

Dezember 1919 wiederholt Lenin sein „unveränderliches Streben nach Frieden" (dixit), und ruft mit Radek den Slogan für den „Sozialismus in einem einzigen Land" aus. So rechtfertigt er in der Tat die Repression der Arbeiterbewegung in jedem Land nach den Interessen und Abkommen des russischen Staats. Lenin richtet sich an all die Mächte der Entente: England, Frankreich, USA, Japan, Italien… In demselben Monat behauptet Radek die Notwendigkeit für „den Nationalwiederaufbau", für „den Bau des Sozialismus" und die „friedliche Koexistenz mit den kapitalistischen USA". Der „Sozialismus in einem einzigen Land" wird durch den Sechsten Tagung 1928 offiziell anerkennt, und durch Bukharin theorisiert. Stalin wird nur diese Auffassung bis zu ihren allerletzten Folgen durchführen, die die Bolschewiki von Anfang ihrer Machteroberung wirklich verteidigt haben.

Indem sie einige hochtrabende Deklarationen machen, und an das Proletariat appellieren, behaupten sich die Bolschewiki jedes Mal mehr als diejenigen, die den Zarismus fortsetzen. 1920 protestieren sie, weil manche Abkommen (wie diese von Paris in Februar) diese, die unter dem Zarismus geschlossen wurden, nicht berücksichtigt werden. Sie fordern also auf internationale Ebene, und gegenüber den anderen bürgerlichen Regierungen, als Erben der Rechte, Privilegien und Pflichten des russischen zaristischen Staats. Die Führer und Vertreter des russischen Staats (Lenin, Trotski, Yoffé, Litvinow, Tchicherin, Radek…) vermehren die Kommunikees und Pressekonferenzen, um ihre gute Wille und die Übereinstimmung der russischen Regierung mit den anderen bürgerlichen Regierungen zu zeigen. Sie zögern nicht, ihren Verzicht auf den revolutionären Kampf zugunsten der Friedenserhaltung klar zu verkünden. Februar 1920 erklärt Radek, „die sowjetische Regierung werde keine revolutionären Aktivitäten in den kapitalistischen Ländern entwickeln"17, für Gegenleistungen. Das bedeutet, dass die Bolschewiki als Verwalter des russischen Staats es ablehnen, diesen letzten im Dienst des Kampfs des Proletariats18 zu stellen, und dass sie zugunsten der Interessen des russischen Staats den Kampf liquidieren. Sie sind also an der Seite der Weltstaat des Kapitals gegen den Kampf des Proletariats.

Einige Monate später, Mai 1920, erklärt Russland Polen den Krieg, was deutlich zeigt, dass es von den revolutionären defätistischen Stellungnahmen, oder von dem proletarischen Krieg gegen die Bourgeoisie überall auf der Welt nichts mehr besteht, und dass es sich um einen Krieg zwischen Nationalstaaten handelt. Die Bolschewiki selbst erkennen das, indem sie proklamieren, dass es sich nicht um einen Klassenkrieg handelt, sondern um einen Nationalkrieg. Die durch Trotzki geführte rote Armee setzte die zaristischen Offiziere wieder ein (Kamenev, Vaisetts, Toukhachevski), einschließlich der Befehlshaber der Armee von dem Zar, General Broussilov. Die allgemeine bolschewistische Führung behauptet ihr imperialistisches nationales Merkmal, indem sie an der Liquidierung der Klassenselbständigkeit des Proletariats teilnimmt, wegen dieser Militäreinrahmung, und ihrer Rufe zu dem Nationalkrieg. Man verpflichtet jetzt die Proletarier, die die Zaristischen besiegt hatten, ihnen zu gehorchen, und man gebraucht den Terror gegen diejenigen, die sich rebellieren. Es wird unaufhörlich erschossen, inhaftiert und gefoltert. Sehen wir hier in der Prawda von 18. Mai 1920, was der alte Bolschewik Zinoviev erklärt. Er hat immer seine Stellungnahme verteidigt, nach welcher, im Namen der fehlenden Voraussetzungen, nur die Revolution in Russland die bürgerlichen demokratischen Aufgaben verwirklichen konnte. Sehen wir, wie er, der gegen die Insurrektion war, und die Vorbereitung in 1917 angeprangert hat, mit dem Klassenfeind weiter kollaboriert: „Der Krieg wird national. Nicht nur die fortschrittlichen Sektoren der Bauernschaft sind gegen die Besteuerungen der polnischen Eigentümer, sondern auch die reichen Bauer…Wir Kommunisten müssen die Führung dieser Nationalbewegung übernehmen, die die ganze Bevölkerung einigen, die Unterstützung des ganzen Volks gewinnen wird, und die unaufhörlich größer wird".

In diesen Umständen von russischer Nationaleinheit, einschließlich der zaristischen Generäle, von innerlichem Terrorismus, von Unterwerfung der Bolschewiki unter die russische kapitalistische und imperialistische Politik, schreibt Lenin sein schändliches Pamphlet „Der Linke Radikalismus, die Kinderkrankheit im Kommunismus". Darin kritisiert er die Praxis der Linkskommunisten, spricht sich für die Teilnahme an den Gewerkschaften und an den Parlamenten aus, verteidigt die Kompromisspolitik, und behauptet die Politik der Einheitsfront mit der Sozial-Demokratie und mit den „Arbeiterregierungen". Die verschiedenen Delegationen der Linkskommunisten, die in Moskau ankommen, besonders diese der KAPD, die erwarten, dass Lenin und seine Genossen sie in ihrem Kampf gegen den Zentrismus unterstützen werden, müssen eine bittere Enttäuschung hinnehmen. Lenins Stellungnahmen sind nicht ihre, sie sind genau identisch mit den konterrevolutionären Stellungnahmen, die in Deutschland durch Levi, Radek und Cie. Verteidigt werden. Lenins Mythos hat sich so tief festgesetzt, unter den Revolutionären einschließlich, dass es notwendig wird, Delegation nach Delegation zu senden, um davon überzeugt zu werden, dass Lenin objektiv im gegnerischen Lager steht. Dieses Lenins Büchlein über die „Kinderkrankheit" ist tatsächlich ein Leitfaden für jede Kader im Dienst der Konterrevolution. Es wird die Bibel werden, die die stalinistischen engagierten Dienste überall auf der Welt hersagen werden.

Also: Stellungnahmen für die Opportunisten und Zentristen, mit all den jetzt versteckten Sozial-Demokraten in „kommunistischen" Parteien und Anhänger der Komintern, mit der Versicherung einer durch die zaristischen Offiziere geführte Armee, um die Proletarier einzurahmen und zu disziplinieren, mit den Rufen zu dem Auslandskapital, mit den Handels- und Militärabkommen mit verschiedenen bürgerlichen Staaten. In diesem Kontext bereiten die Bolschewiki die Zweite Tagung der Komintern. Zwischen März und Juli 1920 während die Verbesserung der Handels- und Militärbeziehungen mit die Regierungen der Region (Iran, Afghanistan…) unterzeichnen sie Handelsabkommen mit mehreren Regierungen (z. B. mit dem schwedischen Staat), nehmen sie Handelsbeziehungen mit den USA wieder auf (Aufhebung der nordamerikanischen Restriktionen des Handels mit Russland), erreichen sie ein „volles Abkommen" mit der britannischen Regierung.

Die Bolschewiki veröffentlichen eine Reihe von Dokumenten, in denen sie, auch in Russland, über alle laufenden Frage, die Stellungnahme des internationalen Zentrismus gegen den durch die Linkskommunisten seit immer behaupteten Bruch klar übernehmen. Das Exekutive Komitee der Komintern adressiert an die KAPD einen „offenen Brief", dessen Inhalt während der Zweiten Tagung bekannt sein wird, und in dem es gegen sie und für die konterrevolutionäre Partei von Levi und Cie. Ergreift. Dieser Brief fragt die Mitglieder der KAPD, auf den Bruch mit der offiziellen KP genau zu verzichten, und ihre Kritiken zu verschweigen. Es appelliert an sie, um die sozial-demokratischen Gewerkschaften einzutreten, und an die Nationalwahlen und an dem Parlament teilzunehmen… Der Brief appellierte an die posthume Autorität von Liebknecht und Rosa Luxemburg, und fordert auf, dass die Militanten der KAPD auf alles verzichten, was sie erlaubt hat, sich als selbständige Macht, außer und gegen die Parteien und Gewerkschaften des Kapitals zu konstituieren. Noch dazu werden sie verleumdet und diskreditiert. Sie werden dessen beschuldigt, der Bourgeoisie zu helfen, damit sie „ihre Klassenherrschaft verlängert. Man behauptet, dass ihre Auffassung der Partei „propagandistisch", „anarchistisch"… ist, uns man wendet Methoden an, die danach üblich sein werden. Ein wirkliches Ultimatum wird ihnen gestellt, damit sie sich der Disziplin unterwerfen.

Für die Zweite Tagung werden die 19. Beitrittsbedingungen zu der Komintern (nachher werden zwei andere beigeführt) verfasst, die, obwohl sie als ein Hindernis gegen den Reformismus dargestellt werden, die Gruppen und Organisationen ausschließen, die mit der Sozial-Demokratie einen wesentlichen Bruch behauptet hatten. Diese Bedingungen gehen vor der Tagung unter dem Zeichen „der Bedingungen für die Ausschließung der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschland" um. Das ist sehr deutlich während des Gesprächs in Juni zwischen, einerseits, Lenin/Radek im Namen dieser Bedingungen, und, andererseits, Merges/Rühle im Namen der KAPD. Andere durch Zinoviev redigierte Artikel gehen auch um. Zinoviev, der bis dann durch Lenin und Trotski wie der schlimmste Verräter wegen seiner polizeilichen Haltung während der Insurrektion berücksichtigt wird, ist jetzt der verehrte Präsident der Komintern. Unter diesen Artikeln behalten wie: „Die brennenden Fragen der Aktualität für die internationale Bewegung, die Zweite Tagung der Komintern und ihre Aufgaben" und „Was die Komintern bis hier gewesen ist, und was sie in der Zukunft sein müssen wird". Der erste Artikel von Zinoviev verteidigt die alte Auffassung der Massenpartei, und versucht (wie die Sozial-Demokratie es immer getan hat), die Kraft dieser Parteien durch die Zahl der Mitglieder und die parlamentarischen Erfolge zu beweisen. Diese Stellungnahme steht zu diesen der KAPD im diametralen Gegensatz. Der leninistischen sozial-demokratischen Massenpartei halten die Revolutionären in Deutschland die „Kernpartei" entgegen, und sagen ausdrücklich, dass sie das Wort „Partei" im „traditionellen" Sinne „ des Worts", d. h. wie Marx. In dem zweiten Artikel behauptet Zinoviev, dass das wichtigste von nun an ist, sich der Disziplin der Partei zu unterwerfen. All diese Redeschlusse gegen den Reformismus verstecken schlecht, dass man versucht, den kommunistischen Bruch zu liquidieren, wie die Rufe zu der Einheit mit dem Zentrismus, mit den Levi, Gramsci, und selbst mit der britannischen Labour Party es beweisen.

In diesem Zusammenhang gibt Lenin vor der Zweiten Tagung seine Absichten bekannt, indem er offen nicht nur den Parlamentarismus preist, sondern auch den Beitritt der Kommunisten zu der britannischen Labour Party, welche die kommunistische Linke dieses Lands und der Welt als das „letzte Bollwerk der Verteidigung des Kapitalismus gegen die kommende Revolution" nach Frainas19 Worten. Während dieser Tagung in Moskau in Juli-Augustus 1920 zwingen sich das Ganze der bolschewistischen Linie und ihre totale Herrschaft auf der Komintern und auf jeder beitretenden Partei auf: Parlamentarismus, Syndikalismus, „Nationalbefreiung". Über jenen letzten Punkt siegen Lenins opportunistische Thesen, selbst wenn sie gemildert werden, um zu verhindern, dass manche Organisationen der kommunistischen Linke, besonders diese von Persien, Korea, oder Indien, sich verkrampfen und sich wieder zusammenschließen. Also, statt der durch Lenin offen ausgearbeitete Volksfrontformel, der „die Notwendigkeit für jede kommunistische Partei, der bürgerlichen demokratischen Befreiungsbewegung zu helfen" anruft, und stellt den Kommunismus im Dienst der Bourgeoisie, genehmigt man eine andere viel mehr nebelhaft. Indem sie nur die Interessen des russischen Staats berücksichtigen, und in den Wandelgängen manövrieren, werden die Leninistischen die Rechtsformulierungen mildern, um zu verhindern, dass die revolutionären Minderheiten sich versammeln. Doch wird die Anpassung der Bolschewiki und des Exekutives der Komintern „ohne Vorbehalt mit dem Opportunismus20" durch die wahren Kommunisten klar angeprangert, die mit der Sozial-Demokratie tatsächlich gebrochen haben.

Die Periode nach der Zweiten Tagung bis 1921 (siehe unsere Zentralzeitschrift auf Spanisch Comunismo Nr. 18 Februar 1985), charakterisiert sich durch die Niederlagenwelle und den zügellosen Rückzug der revolutionären Bewegung, die einerseits die praktische Bestätigung ist, dass die Revolution nicht weiter gehen konnte, ohne mit dem Programm der Sozial-Demokratie programmatisch radikal zu brechen (Parlament, Gewerkschaften, Beistand der Entwicklung des Kapitals in Russland, „Recht der Völker auf Selbstbestimmung", Reformismus auf jede Ebene…), und die andererseits durch eine „neue Politik" versiegelt werden wird, die noch weiter in der Behauptung der Konterrevolution gehen wird ( Teilnahme an dem internationalen interkapitalistischen Kampf, Einheitsfront der „Arbeiter" und der „Antiimperialisten" , Arbeiterregierungen…), und die mit der Dritten und Vierten Tagung der Komintern offiziell sein wird. Auf die internationale Ebene wird diese NEP21 von der wirklichen Liquidierung der ganzen kommunistischen Avantgarde begleitet, denn sie war desorganisiert, besiegt, entwaffnet und von den Arbeitern getrennt, die schon dabei waren, sich mit ihrem Nationalkapital zu verbünden, um die ungeheuren Erscheinungen zu produzieren, die wir einige Jahre später sehen werden: Stalinismus, Faschismus, antiimperialistische Nationalfronten, Nationalsozialismus, Volksfront).

Die Anwendung der Richtlinien der Zweiten Tagung führt zu dem massiven Beitritt von Sozial-Demokraten zu den kommunistischen Parteien, oder zu ihrer Auflösung in eine sozial-demokratische Partei, und zu der Isolierung und Missbilligung der Revolutionären, die gegen den Nationalismus, den Parlamentarismus, den Syndikalismus sind. In unserer Chronologie geben wir zahlreiche Beispiele, wie diese Politik der Komintern in Deutschland, Österreich, Frankreich, Argentinien, Mexiko zu diesem Ergebnis geführt hat. In Deutschland hört die Politik der Levis Partei, die Lenin unterstützt, nicht auf, sich dieser Scheißpolitik der USPD anzunähern (die durch Moskau befohlene Einheit wird einige Monate später statt finden). Diese beiden Parteien werden so weit gehen, dass sie gemeinschaftliche Kommunikees veröffentlichen werden, damit die Proletarier der aufständischen Bewegung des Proletariats entgegenstehen, und diese als eine Provokation berücksichtigt wird. Der Leninismus handelt, wie die alten Bolschewiki es getan hatten, als sie gegen die Revolution waren. Der Zinovievismus und der Kamenevismus der alten konterevolutionären Bolschewiki haben sich internationalisiert, und werden jetzt durch Lenin und Trotski unterstützt: die proletarische Insurrektion wird von nun an als kleinbürgerlicher Abenteurerpolitik, Charakterisierung, die durch die Sozial-Demokraten und Stalinisten noch heute gebraucht wird!

In den Ländern, wo die Revolution noch siegen könnte, wendet die Komintern ihre opportunistische Linie an, und steht systematisch an der Seite der Konterrevolutionären. Während das Proletariat in Deutschland gegen seine Ausbeuter und Peiniger kämpftet, verhandelten die russischen Führer heimlich mit den Militärautoritäten von Deutschland die Möglichkeit, um die russische Waffenindustrie wieder aufzubauen. Deshalb kann man durchaus verstehen, warum die Linie von Zinoviev, Lenin, Trotski so offen gegen den revolutionären Kampf ist: diese Führer des „Kommunismus" konnten nicht den proletarischen Kampf mit den Interessen des russischen Staats miteinander vereinbar machen, also hatten sie diesen letzten gewählt. Indem das deutsche Proletariat Niederlage nach Niederlage während des ganzen Jahrs 1921 ertragt, bekommen die bolschewistischen Führer, dass die großen deutschen Militärindustrien (Albertossewerke, Krupp, Bonn und Vose) in Russland Kanonen, Flugzeuge, U-Booten… aufbauen. Selbstverständlich, entgegen seinen Versprechungen während der Insurrektion, legt Lenin Wert darauf, dass diese Abkommen ganz und gar geheim bleiben. Die Abschaffung des Geheimnisses von den Kaiserabkommen, die auf alle Lippen als „revolutionäres Beispiel" in 1917 war, ist aber nur noch als eine ferne Erinnerung der Revolution. Der Fortschritt und die Durchführung dieser Gespräche werden dem berühmten Abkommen von Rapallo führen, das die Bedingungen des nächsten interimperialistischen Blutbads vorbereitet.

Der siegende Opportunismus gegen die Revolution ist so hoch, dass Zinoviev, als Führer der Komintern, in seiner Eröffnungsrede der Ersten Tagung der Ostvölker, nicht zögert, um den „Klassenkampf" durch „den heiligen Krieg gegen die Diebe und die Unterdrücker" zu ersetzten. Diese Stellungnahmen führen die Bolschewiki dazu, dass sie ausgezeichnete Beziehungen mit den nationalistischen Unterdrückern des Proletariats erhalten werden, die die Folter und die Beseitigung von Militanten anwenden. Während Moustafa Sufi und andere kommunistische türkische Militanten gefoltert und vermisst werden (ermordet und über Bord geworfen, so scheint es), bestätigen die Bolschewiki ihre Freundschafts- und Handelsbeziehungen mit den direkten Unterdrücker des türkischen Staats, und unterzeichnen einen Vertrag, der unverschämt und ohne irgendwelche Solidarität gegenüber den ermordeten Kommunisten proklamiert: „die gegenseitige Affinität zwischen der Bewegung für die Nationalbefreiung der Völker und den Kämpfen der Arbeiter in Russland für eine neue soziale Ordnung". In Persien spielt sich dasselbe Drehbuch: 1921 sind die Revolutionären isoliert und werden vertreiben. Man zwingt die „kommunistische" Partei auf, den Kampf zu verlassen und mit den Nationalismus zu kollaborieren, indem die Bolschewiki ihre freundschaftlichen und diplomatischen Beziehungen festigen, die sie mit dem iranischen Staat verbinden. Die Beziehungen mit dem Staat in Afghanistan, die schon während der Insurrektion begonnen sind, werden auch enger, was die Revolutionären dieses Lands isolieren.

Aber selbst die nationalistische Politik der Bolschewiki ist inkonsequent, weil (wie immer, wenn man sich auf dem interbürgerlichen und interimperialistischen Gebiet findet) die Abkommen mit den verschiedenen Imperialismus sie dazu antreiben, ihre Versprechungen betreffend ihre nationalistische Politik unaufhörlich zu verraten. Z. B. werden die mit dem Vereinigten Königreich geschlossenen antiimperialistischen Abkommen die Bolschewiki verhindern, die Zeitschrift „Die Ostvölker" zu veröffentlichen, wie sie sich dazu bei der Tagung der Ostvölker verpflichtet hatten. Während der russische Staat seine imperialistischen Bündnisse und seine Anziehungspolitik der Kapitalien in Russland verstärkt, ist 1921 das Jahr der äußersten Rationierung und der hemmungslosen Versuche, um die Ausbeutung der Proletarier zu vermehren. Das wir den allerletzten proletarischen Widerstand provozieren, einschließlich der Streikwelle in mehreren Betrieben von Petrograd, darunter die Poutilovs Werkstätten, „Schmelztiegel der Revolution", und auch des Aufstands von den Arbeitern und Matrosen in Kronstadt, die den 18. März 1921 nieder geschlagen wurde. Am 7. April nimmt die rote Armee Tobolsk den aufständischen Bauern wieder, und in Juni werden die letzten Truppen des Aufstands in Tambov niedergeschlagen werden. Die Flucht des verletzten und verfolgten Nestor Makhno in Rumänien in Augustus 1921 bedeutet gewissermaßen das Ende all dieser Kampfwelle gegen die Wiederorganisation des kapitalistischen Staats durch die Bolschewiki.

In dieser Periode von Behauptung der internationalen Konterrevolution und der konterrevolutionären Politik der Bolschewiki verläuft die Dritte Tagung der Komintern. Die sozial-demokratische Politik des „zu den Massen gehen" wird verstärkt. Es bleibt keine einzige Spur der revolutionären Phraseologie der Ersten und Zweiten Tagung. Die „Eroberung der Mehrheit der Arbeiterklasse" und andere klassische Redensarten des Opportunismus und der alten sozial-demokratischen Schule herrschen jetzt. So wird die wahre Debatte durch die Führer der Komintern systematisch sabotiert und verboten. Sie reden lang und erregen Aufsehen, aber sie kürzen so viel möglich die Redezeit der Vertreter von der KAPD, von Roy und anderen Genossen. Das einzige Ziel der offiziellen Reden besteht darin, die billige Phraseologie „Der Kinderkrankheit…" zu wiederholen, und die Genossen der kommunistischen Linke zu disqualifizieren. In dieser Dritten Tagung ist die Debatte selbst eine Karikatur, eine Parodie der wirklichen Polemik. Die Vertreter werden beiseite versammelt, und ihnen die offiziellen Stellungnahmen gegen die KAPD erklärt: alles wird für ihren Ausschluss vorbereitet. Die Vertreter dieser Organisation werden während ihrer Redezeit unterdrückt, der Sitzungssaal ist schon im Voraus überzeugt, und hat wenig Interesse für die Polemik. Die Genossen erzählen, dass das Stimmengewirr beständig war, und dass sie nicht zugehört werden. Das ging wie in den alten sozial-demokratischen Tagungen und in den Demokratie im Allgemeinen: alles wird im Voraus vorbereitet, die Polemik wird von spektakulären Reden ersetzt, die Beifall auslösen, gemäß dem Prestige des Redners. Die Komintern verteidigt nicht nur den Parlamentarismus, sondern sie ist selbst ein wirkliches Parlament geworden; alle Aufgaben, die dem sozial-demokratischen Kongressismus eigen sind, verallgemeinern sich wieder.

Die leninistische Apologie der Kompromisse und Abkommen mit dem Feind, das beständige Manöver als „geniale Taktik", als revolutionäre Strategie", die Prinziplosigkeit werden dauerhaft das einzige Prinzip der Dritten Tagung. Trotski bildete sich nicht ein, wie sehr dieses alles den Stalinismus vorbereitet, und wie sehr er dazu beitrug, wenn er erklärte, dass, dank der Herrschaft „der Wissenschaft des politischen, taktischen und politischen Manövers", die Komintern sich in „eine Schule der revolutionären Strategie über ihre Kinderphase" umgewandelt hatte.

Wir denken, dass diese Elemente richtig zusammenfassen, wie der Leninismus die revolutionären Kräfte in Russland und auch auf internationale Ebene liquidiert hat. Sie kündigen die praktische Liquidierung begrifflich an, die auf der ganzen Welt während der folgenden Jahre geschehen wird, wie wir es schon dargestellt haben, und in anderen Werken weiter entwickeln werden.

 

Der Grunddualismus

„Die Wissenschaft des politischen, taktischen und strategischen Manövers", Wesen des Leninismus, ist also die Perfektionierung der sozial-demokratischen Auffassung. Sein Grundprinzip besteht darin, die Grundeinzigartigkeit zwischen den unmittelbaren und historischen Interessen des Proletariats zu leugnen, und Taktiken und Strategien unveränderlich zu befürworten, die den elementirischsten Interessen des Proletariats widersprechen. Da ist die Schlüssel: eine Argumentation (und Propaganda) im Namen des Kommunismus, die aber der Praxis der kommunistischen Bewegung seit immer widerspricht, nämlich: nichts anderes zu sein, als die konkrete historische Bewegung des Kampfs gegen den Kapitalismus und seine Entwicklung. Eine Theorie, eine Ideologie, eine Partei, die die Notwendigkeit unveränderlich rechtfertigen, eine Politik für die Zukunft zu entwickeln, die zu den proletarischen Interessen im Namen dieser selben Interesses im Gegensatz steht. Hier die einzige Weise zu argumentieren: das Proletariat muss immer mehr arbeiten, statt gegen die Arbeit zu kämpfen; wichtig ist, den Kapitalismus zu entwickeln, statt gegen ihn zu kämpfen; man muss die bürgerlichen demokratischen Aufgaben verwirklichen, statt die proletarischen Aufgaben für die Abschaffung der Lohnarbeit und Handelsgesellschaft zu verwirklichen; in das Parlament gehen und eine Wahlpolitik führen, satt das Parlament und die Wahlen zu sabotieren; sich der gewerkschaftlichen Disziplin unterwerfen, statt gegen die Gewerkschaften zu kämpfen; National- und Volksfronten mit der ‘Bourgeoisie, ihren Parteien, ihren Staaten machen; statt ihnen zu trotzen; die Nation und die nationale Politik des Staats verteidigen, statt gegen die Staaten und Grenzen zu kämpfen; schließlich… Abkommen und Bündnisse mit Bourgeois, Generälen von Ländern schließen, die die Genossen unterdrücken, statt sich mit diesen letzten zu solidarisieren, und gegen die ersten weiterzukämpfen. Der Stalinismus ist aber nur die unvermeidliche Folge davon: ohne diese Vorgeschichte würde es unmöglich gewesen, Millionen Proletarier in KZ einzusperren, oder politische, militärische, wirtschaftliche Bündnisse und Abkommen mit all die Feinde des Proletariats zu schließen: die Staaten der USA, des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands… Die Gründe all dieser Politik werden durch Lenin und Trotski verteidigt, wenn sie an der Macht waren.

Die leninistische Systematisierung jedes sozial-demokratischen Dualismus verallgemeinert die Funktion dieser bürgerlichen Partei für die Proletarier. Das Proletariat als Klasse gegen die (leninistische) „Partei", die wirtschaftlichen Interessen des Proletariats gegen die „historischen Interessen des (bürgerlichen) Sozialismus" opponieren, nur dadurch kann man argumentieren, dass man im Namen des Sozialismus die unmittelbaren Interesse verlassen muss, und sich, z. B., für die Nationalwirtschaft opfern. Alle Umschwünge und leninistische Rechtfertigungen, alle Opfer des Proletariats, jeder „Verrat" der Linksparteien beruhen auf diesem endlosen Ganzen von Dualismus, dem wir in all den neueren Formen der Sozial-Demokratie heute begegnen: wirtschaftliche und politische Interessen, maximales und minimales Programm, unmittelbare und historische Interessen, Taktik und Strategie. Die Wissenschaft des politischen Manövers wird Wirklichkeit in dem Möglichen und Realismus der politischen Opportunität, die wir alle kennen: „ja aber es ist weniger schlimmer, als… kein Sozialismus ja, sondern das ist alles, was man tun kann… das Parlament ist ein bürgerliche Institution, aber man muss teilnehmen, um ihn anzuprangern…die Wahlen führen nicht zum Sozialismus, sondern Zwischenzeit wählen wir für…die Nationalbefreiung ist ein Schritt … zum Sozialismus".

Diese endlosen Manöver sind politische Köder und opportunistische Methoden zugunsten Interessen, die zum Proletariat nicht zugehörig sind (Interessen der Partei und/oder ihres Staats und besonders der UdSSR). Sie brechen die revolutionären Minderheiten, die an den proletarischen Interessen hängen bleiben, verstärken gleichzeitig die Weltkonterrevolution, und werden die endlich gefundene Form für die Vernichtung jeder Selbstständigkeit des Proletariats in seinem eigenen Namen. Jenseits des anfänglichen radikalen Bild Lenins, wird der Leninismus von seinen so genannten sozial-demokratischen Feinden und selbst von anderen bürgerlichen Fraktionen als ein Muster von Erfolg erkannt werden. Die Nazis werden seine Methoden zum Vorbild nehmen: Massenmobilisierung, Propaganda, Arbeits- und Konzentrationslager, Nachrichtendienst, Terror, Folterung. Die imperialistischen Großmächte werden nicht schuldig sein, was die Massenmobilisierung für die „großen Arbeiten" während des „New Deal" betrifft. In allen Militärakademien der Großmächte wird man Lenin lesen, nicht nur als Feind, mit dem man rechnen muss, nicht nur als ein ausgezeichneter Interpret Clausewitzs, sondern auch, um die Methoden der Massenkontrolle und ihrer Unterwerfung zu verbessern.

In diesem Dualismus gibt es immer zwei einander entgegensetzte Standpunkte. Einerseits ein bestimmender, beherrschender Standpunkt: die Partei, die Theorie, die Wissenschaft, die Zivilisation, der Fortschritt, der Sozialismus, die Entwicklung der produktiven Kräfte… Andererseits ein unterstandener, unterworfener, sekundärer, geopferter Standpunkt: das Proletariat, das Unmittelbare, die Taktik, die konkreten Notwendigkeiten, die wirtschaftlichen Interessen… Auf diese Weise ist die Menschheit im Namen eines Köders immer geopfert, der uns laufen lässt, und der uns die Entwicklung der produktiven Kräfte des Kapitals unveränderlich verbergt. Jedenfalls werden die Interessen des Proletariats, die direkten menschlichen Interessen im Namen höherer Interessen geopfert, der als überlegener beschriebener Standpunkt hat den Vorrang. Außerdem legitimiert sich dieser beherrschende Standpunkt, er bestimmt die Kriterien der Wahrheit, er drückt die Wissenschaft aus, die man nicht in Frage stellt, der man sich unterwerfen muss, und also sich opfern. Wenn die Proletarier nur ein unterstandener Standpunkt sind, wer auf der Erde diese Funktion der Wahrheit besitzt, die Wissenschaft, vor der man in die Knie gehen muss? Aber natürlich „die Partei" nach den Leninistischen. Genau wie in dem Mittelalter, wo die Kirche der Garant des Gottesworts auf Erde war, wird die Partei die Verwirklichung des idealisierten Sozialismus, der Wissenschaft, der Zivilisation, und deshalb kann sie nicht in Frage gestellt werden. Jede Grundkritik wird eine Sünde, und diejenigen, die kritisieren, werden exkommuniziert und zum Scheiterhaufen verurteilt. Die Repression und der Staatsterrorismus sind die unvermeidliche Folge des Offenbarungsdogmas.

Diese von Lasalle bis Proudhon Auffassung ist immer innerhalb der Sozial-Demokratie dargestellt worden, und ist durch Karl Kautsky zusammen und systematisiert worden. Lenin, sein Anhänger, hat sie übernommen und massiv in die Praxis umgesetzt ab 1917. Stalin, Trotski, Zinoviev, Kamenev, Dimitrov, Gramsci… sind die besten zeitgenössischen Anhänger Kautskys Anhänger. Nachher wird es noch andere kommen, wie Mao, Ho Chi Min, Giap, Kim Il Sung, Enver Hodja, Fidel Castro… oder andere weniger erklärte, wie die so genannten spanischen Anarchisten der CNT (Abad de Santillan, Federica Montseny, Marianet…), die, im Namen des Kampfs gegen den Staat, jenen konkreten Staat, den kapitalistischen Staat auch offen verteidigt haben, und das in der CNT organisierten Proletariat seinem Dienst unterworfen haben. Aber jenseits dieser Durchführungen, wird diese Auffassung wieder Mode in allerlei sozialen und politischen Organisationen, um das tätige Proletariat gegen das Kapital und den Staat im Namen eines so genannten höheren Interesse zu lähmen.

Die kritische Geschichte des Leninismus (und der Sozial-Demokratie im Allgemeinen) gegen die Revolution ist aber nur zersplittert und unorganisch. Unter ihrer neueren Form ist diese Ideologie nicht verschwunden. Im Gegenteil hat sie sich verallgemeinert und verbreitet, was sie stärker gemacht hat. Sie ist eine Basis für das politisch richtige herrschende Denken geworden. Indem diese Ideologie seit etwa einem Jahrhundert regiert, gibt es noch keine globale und gründliche Analyse dieser Theorie und Praxis. Deshalb ist unser Versuch wichtig. Die Sozial-Demokratie, mit allem, was der Leninismus ihr verschafft hat, ist heute anders und mit anderen Namen immer wesentlich, um die Tatkraft von Millionen Proletariern zu kanalisieren und zu liquidieren, die die Welt der Ware stürzen wollen. Das heißt also, dass all diese Tatkraft zugunsten der bürgerlichen demokratischen Aufgaben, und des kapitalistischen Fortschritts im Allgemeinen gebraucht wird.

 

 

 

Notes

1. Siehe " Die internationale Politik der Bolschewiken und die Widersprüche in der Komintern. " Comunismo Nr. 17 (Oktober 1984) und Nr. 18 (Februar 1985).

2. Viele werden sagen, es ist eine Behauptung der Bolschewiki, aber in Wirklichkeit wollten sie hinter der sozialistischen Rede die Revolution liquidieren. Auch viele werden sagen, wie andere Konterrevolutionäre, die Bolschewiki wünschten, dass alles verändern musste, damit alles identisch bleiben würde. Damit sind wir nicht einverstanden, denn das bedeutet, dass diese Menschen über die Geschichte sind, und die Konterrevolution absichtlich führen. Im Gegensatz berücksichtigen wir das wie ein Ergebnis eines Prozesses, den sie nicht fassen können. Wir denken, dass sie durch die konterrevolutionäre Auffassung der Sozial-Demokratie beherrscht werden, was zur Folge hat, dass sie an die fortschrittliche Verwendung des Kapitalismus und des Staats für sozialistische Ziele glauben, und dass sie die Realität des Kapitalismus und des Staats tatsächlich nicht kennen.

3. Man wird uns sagen, dass die Volksfront in den Dreißigern Jahren gebilligt wurde, das ist richtig. Wir beziehen uns nicht auf die formelle Volksfront, sondern auf die wirkliche Volksfront. Der Frontismus mit „den anderen Arbeitsparteien„, die Einheitsfront verschweigt die Wirklichkeit, dass es sich um eine Front mit bürgerlichen Parteien für das Proletariat, die Parteien der Sozial-Demokratie, d. h. die Parteien, die alle Internationalisten als geradeheraus kapitalistisch berücksichtigen. Deswegen sprechen wir offen über die Volksfront im Allgemeinen, denn wichtige Führer der Komintern, wie Dimitrov, ab der Hälfte 1920, appellierten deutlich an die Einheit zwischen den Klassen und an die Eingliederung in Volksfronte im Allgemeinen, denn wichtige Führer der Komintern, wie Dimitrov, ab der Hälfte 1920, appellierten deutlich an die Einheit zwischen den Klassen und an die Eingliederung in Volksfronte.

4. " Am nächsten Tag (der Insurrektion - Vorbemerkung des Verfassens) wird eine Notiz an die Presse das Botschafts- und Delegationspersonal des Respekts von der zweiten Revolution für die Alliierten versichern " (Jacques Sadoul  : Notizen über die bolschewistische Revolution S. 55). Jacques Sadoul war Hauptmann der französischen Armee und Sozialist, der 1916 durch seine Regierung für eine Nachrichtmission in Russland entsandt wurde. Er wird 1917 in Petrograd Vermittler zwischen die Entente und den Bolschewiki sein, die fertig zu verhandeln waren.

5. Sadoul nach ist Lenin der erste, der dieses Angebot gemacht hat. In seinen Werken scheint Lenin ein wenig später gegen diese Auflösung zu sein, die die berühmten Bolschewiken in dem Zentralkomitee weiter verteidigen werden, bis sie danach sie aufgeben werden, denn sie waren in der Minderheit und bedroht, ausgeschlossen zu werden.

6. „ Ich hat Ihnen schon eine Reihe von Vorbedingungen für das Schließen eines Waffenstillstandes vorgeschlagen, die sie den deutschen Unterhändlern vor Abscheu zittern lassen werden: weiter machen mit der Fraternisierung und mit der revolutionären Unruhe, Verbot von Truppentransporten von einer Front zu einer anderer, Unterhandlungen in neutralem oder russischem Gebiet, sehr nachteilige Militärbedingungen für die Deutschen, usw." (Jacques Sadoul, idem s.120).

7. Dieser Brief wurde dem Zentralkomitee am 22 Februar 1918 dargestellt und von wichtigen Gliedern dieses Komitees wie Oppokov, Lomov, Ouritski, Boukharine, Boubnov unterschrieben, aber auch von verschiedenen anderen Volkskommissaren, wie Stukov, Bronski, Iakovieva, Spundé, Porkrovski und Piatakov.

8. „Das noch warme Herz der Ereignisse von Verbrüderung mit revolutionären russischen Soldaten, gemeinschaftliche Gruppenfotos, Lieder und Hochrufe zum Ruhm der Internationalen, stürzen schon die deutschen „Genossen" mit voller Wucht in der Hitze des Gefechts von den heroischen Massen, um französische, englische, italienische Proletarier zu ermorden. Neues deutsches Kanonenfutter wird die Hitze des Blutbads auf die West-und Süd-Fronten zehnmal stärker zurückfallen. Selbstverständlich werden sich Frankreich, England und Amerika äußerst und hoffnungslos anstrengen. So werden das russische Waffenstillstand und den folgenden getrennten Frieden im Ost als erster Erfolg haben, nicht die Beschleunigung des Friedens im Allgemeinen, sondern erstens die Ausdehnung des Genozids und die ungeheure Zunahme seines blutigen Charakters; im Vergleich mit den Opfern auf beide Seiten, werden die schon eingewilligten lächerlich scheinen. Eine ansehnliche Verstärkung der Militärstellung Deutschlands und damit seine Gieren und Vorhaben nach kühnsten Anschlüssen wird den folgenden Erfolg sein." (Rosa Luxembourg Die historische Verantwortlichkeit Januar 1918). Was Luxembourg in diesen Text erklärt, scheint uns unzweifelhaft. Doch müssen wird daran erinnern, dass es ihr niemals gelingt ist, mit den ideologischen Grundlagen der Sozial-Demokratie zu brechen, und dass sie eine zentristische Rolle gegen den kommunistischen Bruch in Deutschland gespielt hat.

9. Steinberg I. " Die Linksrevolutionären Sozialisten in die russische Revolution. Ein unbekannter Kampf ".

10. In Anbetracht des Inhalts dieses Textes ist es logisch über die russische Armee und ihre Reorganisation als russische Armee in ihrem Fortbestand der zaristischen Armee zu sprechen. Es hat also keinen Sinn, über eine proletarische zu sprechen, wie die Bolschewiken es taten. Diese Armee hat nichts mit den Roten Garden oder später mit der „makhnovistischen" Armee zu tun, da die Normen und die Hierarchie der historischen zaristischen Armee wieder herstellt werden. Proletarische oder Rote Armee ist eine reine Mystifikation des Leninismus, des Trotzkismus und des Stalinismus.

11. Die dem internationalen Kapital so-genannten Zugeständnisse scheinen nur wirtschaftlich zu sein. Sie sind aber auch politisch, programmatisch, dem Abc des kommunistischen Kampfs antagonistisch: das Kapital ist untrennbar von der Profitquote, und also von der Ausbeutungsteigerung der Proletarier. Lenin garantiert das auch.

12. Karl Radek, ex-Militant der kommunistischen Linke, wird Lenins Mann in Deutschland sein. Mit ihm wird er der Bauträger aller alten sozial-demokratischen und opportunistischen Taktiken sein, wie diese von Pannekoek angeprangert.

13. Paul Levi, Rechtsanhänger von Luxemburg, offener Feind der Linkskommunisten.

14. Siehe " Die internationale kommunistische Konferenz und die Probleme der Internationale" .

15. Siehe darüber unsere Denkschrift „Manifeste du Parti Révolutionnaire de l’Inde" in " Le Communiste " Nr 10/11 Augustus 1981. Heute übernehmen wir den Inhalt der Einleitung von diesem Text nicht mehr.

16. Die Qualifikation ist absurd, weil man auf ein Verhältnis zwischen Ländern Worten gebraucht, die ein Klasseninhalt haben, wie Ausbeutung oder Unterdrückung. Sie ist falsch in dem Sinne, dass es absurd ist, zu sagen z. B., dass jede Nation ausgebeutet und unterdrückt ist, und zu verschweigen, dass es in ihrem Schoß Ausbeuter sind. Aber da sie dazu dient, das Weltproletariat zu teilen, um es hinter dieser oder jener Fraktion umzuwandeln, wird sie gebraucht, und wird gebraucht werden. Wir fügen lieber hinzu, dass diese Qualifikation auch eigennützig ist, was die Beständigkeit der Absurdität erklärt.

17. Diese Kollaboration des russischen Staats, über Radek, mit den direkten Unterdrückern des Proletariats in Deutschland war schon durch Radek einige Jahre früher geschlossen, als er von Häftling zu verehrtem Staatsmensch wird. Von Feind wird Radek der treue Kollaborateur von General von Seeckt, Führer der Reichwehr. Zusammen bereiten sie die Abkommen vor, die die beiden Staaten einigen werden, und die sich einige Jahre später (mit dem Vertrag von Rapallo) konkretisieren werden. Siehe darüber z.B. Sebastian Haffner „Der Vertrag mit dem Teufel".

18. In Wirklichkeit ist diese Formulierung unrichtig. Sie gehört zu unseren Feinden. Wir gebrauchen sie, um ihre Unrichtigkeit deutlich hervorzuheben. Niemals kann ein Nationalstaat im Dienst des Kampfs des Proletariats gestellt werden. Im Gegenteil muss man ihn vernichten, und nur das bewaffnete Proletariat kann diese revolutionäre Aktion entwickeln. Tatsächlich wird die Bewaffnete Macht des Proletariats mit dem niemals zerstörten russischen bürgerlichen Staat durch die Marxistischen-Leninistischen verwechselt und gleichgesetzt. Wie schon erklärt konnte die Entwicklung des Kapitals in Russland, die durch Lenin so sehr verteidigt wurde, nur den bürgerlichen Staat in diesem Land verstärken, was auch seine Verwalter sein mögen. Die Anwendung des Leninismus hat also den bürgerlichen Staat in Russland und die Führung der Bolschewiki verstärkt.

19. Fraina fügt hinzu, „man müsste einen Kampf schonungslos gegen die Labourorganisationen entwickeln". Diese zwei Zitate kommen aus Frainas Thesen, die von der Konferenz von Amsterdam begrüßt werden.

20. Auszug aus „Postskriptum", das durch Pannekoek (Pseudonym Horner) nach dem Ersten Tagung der Komintern zu seinem Text „Die Weltrevolution und die Taktik des Kommunismus" hinzugefügt wurde.

21.Es handelt sich um Lenins „Neue Ökonomische Politik" zugunsten des Kapitalismus und Privathandels in Russland, die für die kapitalistische Entwicklung in diesem Land mit Erfolg angewendet wird, und einen brutalen Schlag gegen den Kampf des Proletariats selbstverständlich bedeuten wird.

 

Encadrés

 

Das konterrevolutionäre Fortbestehen des Leninismus

 

Nicht nur diejenigen, die uns kritisieren, sondern auch Leser und nahe Genossen sind überrascht geworden, dass wir noch einmal über den Leninismus, den Bolschewismus, den Stalinismus schreiben, denn dieses alles ist beendet, überholt mit dem „Fall der Mauer", und es bleibt aber nur anachronische Erinnerungen. Diese Einschätzung gründet sich darauf, was die Politiker über sich selbst sagen, oder, was dasselbe ist, auf die politischen Regime oder formellen Parteien, dies sich leninistisch oder marxistisch-leninistisch erklären, statt auf die Realität der kapitalistischen Herrschaft, und auf den Beitrag (für diese letzte) der leninistisch-stalinistischen Konterrevolution als „Wissenschaft des politischen, taktischen und strategischen Manövers", das alles und da Gegenteil rechtfertigt.

Der Leninismus beschränkt sich nicht auf die marxistischen-leninistischen Regime, die, erinnern wir daran, bis mehr als die Hälfte der Menschheit vor kurzem ausdehnten. Lenin ist der am meisten gelesene Autor aller Zeiten gewesen. Der Marxismus-Leninismus ist eine globale Hauptmethode, die erlaubt, das Proletariat zu beherrschen. Sie ist, wie Trotski sagte, eine wirkliche" Wissenschaft des Manövers", die erlaubt, die direkte revolutionäre Aktion im Namen so genannter höherer Interessen zu liquidieren. Wenn, im weiteren Sinn, alle Kräfte und Parteien, deren Zweck ist, die Proletarier zu kontrollieren, die historische Partei der Sozial-Demokratie sind (d. h. der alten bürgerlichen Partei, um die Proletarier zu neutralisieren), hat der Sieg der leninistischen Konterrevolution mit dieser Wissenschaft die am meisten perfektionierte Methode, um dem Proletariat die imperialistische nationale produktive Mobilisierung im Namen des zukünftigen Sozialismus aufzuzwingen.

Der Leninismus wird nicht nur von den Stalinisten, Trotzkisten, Anhängern Zinoviev oder Gramsci, u. s. w. gebraucht, die zwar weniger und weniger anwesend sind, sondern auch, bewusst oder unbewusst, von den Nationalisten, Sozialisten, Liberalen, Anarchisten, Populisten, der Linke und der Rechte. Auch nicht nötig Mitglied einer Partei zu sein, um diese Auffassung zu verteidige. Heute ist sie wieder in den NGO, den Gewerkschaften, den Strukturen der sozialen und ärztlichen Hilfe da, die der Staat als Taktik gegen Aufstände in den Elendsvierteln (in den „Favelas", „Vororten", „Suburbs", „Bidonvilles"…), in dem lateinamerikanischen Pseudo-Sozialismus, unter den argentinischen Piqueteros, oder innerhalb der Bewegung von Arbeiten ohne Grundbesitz in Brasilien…

Man wird uns sagen, dass dieser Dualismus für alle Formen der kapitalistischen Herrschaft wesentlich ist, und dass die letzten weder die Frucht des Leninismus sind, noch jene der Sozial-Demokratie. Klar, weil die Demokratie selbst, um die Klasse in den Einzelmensch als Staatsbürger aufzulösen, ihn braucht. In diesem Sinn muss jede Partei ihn verwenden, die sich für die Entwicklung und den Fortschritt des Kapitals interessiert ist. Doch, als ausgebeutete Proletarier kämpfend gegen das Kapital und seine Staaten, ist es die genauen Formen, in den diese Herrschaft sich strukturiert, die uns erstens interessieren, und besonders die Formen der Herrschaft der Proletarier, um diejenigen zu kanalisieren, die gegen diese Gesellschaft kämpfen? Was uns vor allem interessiert, ist die Rolle der bürgerlichen Parteien für das Proletariat, d. h. die Sozial-Demokratie und ihre marxistische-leninistische Verbesserung. Durch die Vertiefung dieser Frage, stellen wir fest, dass es sich nicht um irgendwelche Form der Herrschaft handelt, sondern, jenseits der angewendeten Terminologie, um die am meisten perfektionierte bestehende Form.

„Das geringste Übel" ist also eine Variante der ganzen Geschichte der Unterdrückung und der Klassenherrschaft. Die herrschende Klasse versucht immer ihre eigenen Ausgebeuteten gegen andere Sektoren zu gebrauchen und zu kanalisieren, und sagen, dass sie schlimmer sind. Sie preist immer die Änderung, damit alles ähnlich bleibt. Die Sozial-Demokratie hat immer jenen Ausweg gegen die Selbständigkeit des Proletariats und die direkte Aktion angewendet. Seine gezielte Durchführung gegen die revolutionäre Kraft des aufständischen Weltproletariats während der Jahre 1917/1919 und sein Kanalisieren zum Frontismus ist aber den Verdienst des Leninismus an der Macht (1918-1923) und der folgenden marxistischen-leninistischen Propaganda. Das Allerfeinste für die Liquidierung der revolutionären Kraft ist genau ihre historische Umwandlung und ihre Eingliederung in die Einheitsfront, dann in die Volksfront und Nationalfront, schließlich seine Unterwerfung unter den imperialistischen Krieg und das allgemeine Blutbad.

Seitdem, um ihre Herrschaft zu sichern, schafft immer die Diktatur des Kapitals, die Demokratie, das Schreckgespenst des Faschismus. Damit versucht sie eine antifaschistische Legitimität zu bekommen, und jede selbständige Ausdrücke auf Basis einer Front zu liquidieren (irgendwelche Front schließt den Staatsterrorismus ein). Anschein und Benennungen können verschieden sein, aber alle Formen der Herrschaft und Liquidierung des selbständigen Proletariats wenden die Basen der Sozial-Demokratie und ihre Verbesserung an, die durch Lenin und seine verschiedenen und zahlreichen Varianten durchgeführt wurden.

 

Der Staatsterrorismus gegen das Proletariat

Von Anfang an hat die Konterrevolution verschleiert, dass der „rote" Terror unter Lenin nicht hauptsächlich gegen die Bourgeoisie gerichtet wurde, sondern gegen das Proletariat. Das ist die logische Folge des Programms für die Entwicklung des Kapitals, das von Anfang an durch Lenin und die Seinen durchgeführt wurde: die Verteidigung der Elementarinteressen des Proletariat ist immer gegen die kapitalistische Politik. Deshalb, obwohl man auch bestimmte Sektoren der Bourgeoisie und andere kapitalistische Parteien unterdrückt, werden mehr und mehr bürgerliche Kräfte hinzu gewählt oder neutralisiert, und der Staatsterrorismus massiv gegen das Land- und Stadtproletariat durchgeführt.

Schon seit der Gründung der Tscheka in Dezember 1917 wird der Feind benennt: „die Sabotage und die Konterrevolution", d. h. erstens all diejenigen, die gegen die nationalistische Politik der Bolschewiki sind, und die Entwicklung der kapitalistischen und Taylors Organisation der Produktion sabotieren. Tscheka bedeutet: „Panrussischer Sonderausschuss für den Kampf gegen die Konterrevolution, die Sabotage und die Spekulation".

Je mehr die nationalistische und imperialistische Politik sich behauptet, umso mehr verbreitet sich die Kooptation innerhalb des Staatsapparats von ehemaligen Funktionären, zaristischen Militärs und früheren Bourgeois, um das Kapital zu verwalten, desto mehr die Unterdrückung des Proletariats zunimmt. Wenn die ersten Opfer des Staatsterrorismus, besonders unter dem Landproletariat, sich mitten in dem Zivilkrieg (zwischen dem weißen Terror und dem roten Terror) ereignen, und wenn man eine große Verwirrung in den Streit zwischen beiden kapitalistischen Plänen vorschützen und angeben kann, ist es dann in dem wirtschaftlichen Sektor, in der Repression gegen jeden proletarischen Versuch, um weniger schlecht zu leben, dass der Staatsterrorismus sich konzentriert. Werden für Spekulation, Sabotage und Konterrevolution angeklagt all diejenigen, die Nahrung austauschen, die gegen Requisitionen Widerstand leisten, die ein Stückfleisch bekommen, die streiken, die gegen Zwangsrekrutierung in die Armee Widerstand leisten, also all diejenigen, die den Kampf gegen die Verstärkung der Ausbeutung preisen, die der Leninismus gegen die proletarischen Interessen aufzwingt. Aber diejenigen, die an den Widerstand gegen die deutlich bürgerliche Politik der Bolschewiki offen appellieren, besonders diejenigen, die, wie immer, organisiert gegen den Staat weiter handeln, werden vor allem selektiv und gewalttätig unterdrückt. Die am meisten durch den Zarismus unterdrückten Parteien und Gruppen sind die ersten, die durch die Bolschewiki unterdrückt werden werden. Man muss nicht vergessen, dass die Bolschewiki auf die Kollaboration von zahlreichen ehemaligen zaristischen Offizieren und erfahrenen Militärs zählen können; In zahlreichen Fällen werden die Revolutionären Militanten in dieselben Gefängnissen und Zellen eingesperrt, wohin sie schon in der Zaren Zeit geworfen wurden.

Seit der Gründung der Tscheka in Dezember 1917 unter der Dzerjinskis Führung (ex Linksozialistischrevolutionär), wird die quantitative und qualitative Unterdrückung schrechklich: die Folterung verallgemeinert sich von Anfang an, auch die Politik des Vermissens und physische Liquidierung von Menschen. Im Gegensatz zum Mythos, hat die UdSSR unter Lenin die Zeit der offenen massivsten Repression ihrer Geschichte wegen der Zahl der direkten Toten gekannt.

Verschiedene Quellen übereinstimmen, um zu behaupten, dass es gab anderthalb Million Toten, während 18 Monate lang, von September 1918 bis Januar 1920, was man die Zeit des Terrors offiziell berücksichtigt. Die Erklärung des Zentralkomitees von dem Exekutiv der Sowjets 2. September 1918, die den genannten „Massenterror" legitimierte, und die der Terror gegen die Massen in der Praxis wurde, wurde von Anfang an zugestimmt, um gegen diejenigen zu kämpfen, die gegen den Frieden von Brest-Litowsk waren, besonders gegen den Aufstand der Linksrevolutionären-Sozialisten. Der Terror ging gegen alle genannten „Agenten der Bourgeoisie" weiter, die daran appellierten, die Revolution weiter zu machen (die „permanente Revolution" oder die „dritte Revolution"), wie die aufständischen Bolschewiki bis Oktober 1917 es gemacht hatten, im Gegensatz zu der Mehrheit der Bolschewiki, die gegen die Insurrektion, die sozialistische Revolution waren, und die provisorische Regierung verteidigte.

Die Bolschewiki erklärten, die Revolution sei beendet, man jetzt arbeiten müsse und mit den verschiedenen Kräften des Kapitals und des Weltstaats kollaborieren für den Wiederaufbau. Etwas mehr als ein Monat später, verantworte sich Lenin in die Prawda (26. Oktober 1918) dafür: „Wenn die Menschen uns unsere Grausamkeit vorwerfen, fragen wir uns, wie sie die elementarsten Grundsätze des Marxismus vergessen können? Wenn, um das nicht zu rechtfertigen zu rechtfertigen, Lenin sich für den größten Marxens Interpret auf Erde hält, logisch ist, dass Djerzinsky, der erste Führer der Tscheka, erklärt, der proletarische Zwang unter irgendwelcher Form, erstens die Todesstrafe eine Methode sei, um den kommunistischen Mensch zu schaffen.

Anderthalb Jahr später, wenn der Staat beschließt, die Todesstrafe aufzuheben (offizielles Verbot aber durch die Standgerichte erhalten: so hat man nach den Frontzonen die Verurteilten deportiert, die hinzurichten waren), macht er das, um die ganze verfügbare Arbeitskraft zu gebrauchen, und sie im Dienst der wirtschaftlichen Entwicklung zu stellen. So verstärkt man die leninistische Ideologie der unentbehrlichen Entwicklung des Kapitalismus als Etappe zum Sozialismus, so führt man den „ genialen" Lenins Slogan durch, der sagt, der Sozialismus sei die Macht der Sowjets und die Elektrifizierung des Lands; die strikte Anwendung der Zwangsarbeit sei notwendig, um die bürgerlichen demokratischen Aufgaben in ein verfallenes Land zu verwirklichen. Durch die Ideologie und den Staatsterror zwingt man dem Proletariat die maximale produktive Anstrengung auf. Die Zwangsarbeitslager werden anfangen zu funktionieren seit 1918, dem Jahr, in dem mehrere Lager geschaffen werden. Am 8. Augustus 1918 redigiert und unterschreibt Trotzki als Volkskommissar der Armee und Marine den folgenden Befehl des revolutionären Kriegsgerichts: „ Der Genosse Kamenchikov, den ich Kommandant der Garde ernannt und damit beauftragt habe, die Eisenbahnlinie Moskau-Kasan zu schützen, hat befohlen, Konzentrationslager in Murom, Arsamas uns Swiachsk aufzubauen. In jene Lager sind alle zweifelhaften Agitatoren, konterrevolutionären Offizieren, Saboteurs, Spekulanten, Schmarotzer interniert worden, ausschließlich derjenigen, die sofort am Ort ihres Verbrechens erschossen worden sind, oder die für andere Strafen durch das revolutionäre Gericht verurteilt worden sind „.

1920 werden acht zusätzliche KZ geöffnet werden. 1922 wird die politische Polizeiführung 56 davon kontrollieren. In derselben Zeit geht die durch Lenin und Trotzki verteidigte Verurteilung zu „Zwangsarbeiten" weiter, und wird sich in eine Strafe umwandeln, die besonders für diejenigen bestimmt wird, „die nicht arbeiten wollen und (falsche)Saboteurs sind", d. h. den proletarischen Widerstand. Mit oder ohne offizielle Todesstrafe, und außerdem die offiziösen Hinrichtungen, oder von dem Standrecht abhängig, krepieren die Verurteilten wegen der Inhaftierung in den Lagern, des extremen Klimas in jenen Regionen, die dafür absichtlich ausgesucht werden, der Nahrungsentbehrung, der Folterung bei Ungehorsam, und selbstverständlich der Zwangsarbeit. „Die Pflicht und also der Zwang sind die unentbehrliche Bedingung des Zügels für die bürgerliche Anarchie… Ohne die Regierungszwangsformen, die die Grundlage der Arbeitsmilitarisierung sind, würde die Ersetzung der kapitalistischen Wirtschaft durch die sozialistische Wirtschaft nur ein inhaltsloses Wort sein…Ohne Arbeitspflicht, ohne Recht, Befehle zu, und ihre Durchführung aufzuzwingen, verlieren die Gewerkschaften ihr Wesen, denn sie sind notwendig für den im Bau sozialistischen Staat, nicht um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen… sondern um die Arbeiterklasse für die Produktion zu befehlen, um sie zu disziplinieren, zu verteilen, zu erziehen… kurz, die Arbeiter in den Rahmen des Plans, ganz im Einverständnis mit der Macht, autoritär einzugliedern." (Terrorismus und Kommunismus" 1920 Trotski).

Als Lenin Starb, enthielten die schmutzigen Gefängnisse, welche die Proletarier 1917 frei gemacht hatten, 87.800 politischen Häftlinge, deren ein großer Zahl von Militanten an den Oktoberinsurrektion teilgenommen hatten, einschließlich Militanten von der kommunistischen Linke der bolschewistischen Partei selbst.

Das politische Apparat, der Staatsterror und die Arbeitslager werden so der Schlüssel der „russischen Konterrevolution" und der Entwicklung des Kapitalismus. Lenin und Radek werden dies „Sozialismus in einem einzigen Land" nennen, Ausdrücke in der Sechsten Tagung 1928 offiziell anerkannt, durch Bukharin theorisiert und durch Stalin erhalten. Bei dem zweiten Geburtstag 1917 schreibt die Prawda stolz; „den Sowjets die ganze Macht" hat sich in „den Tscheka die ganze Macht" umgewandelt.

 

Die ersten Schritte des Staatsterrorismus

Die erste Tschekas Aktion wird sein, einen Streik von Angestellten und Beamten in Petrograd niederzuschlagen. Die erste große Razzia wird während der Nacht von 11. Bis 12. April 1918 gegen anarchistische Organisationen mit ungebräuchlicher Härte stattfinden. Während dieser Razzia werden mehr als Tausend Bullen von der Tscheka Zwanzig Häuser von Anarchisten in Moskau stürmen, 520 Menschen inhaftieren, deren 25 „Verbrecher" beschuldigt ermorden. Diese Benennung wird nachher häufig gegen die Militanten gebraucht, die gegen den Kapitalismus und den Staat weiter kämpfen werden. Die Anzahl Tchekisten wird von 120 in Dezember 1917 bis 30.000 ein Jahr später steigern.

 

Testament eines reuigen leninistischen Unterdrücker

16. Februar 1923 begeht ein Glied des Regierungsausschusses für die Untersuchung und der politischen Führung des Staats Boulevard Nikitsky in Moskau mit einer Kugel in den Kopf Selbstmord. Als Testament schreibt er den folgenden Brief:

"Genossen! Ein schnelles Einarbeiten in die Angelegenheiten unserer Hauptinstitution für die Verteidigung der Errungenschaften der Arbeiter, ein Studium der Untersuchungsdokumente und der durch uns bewusst durchgeführten Methoden, um unseren Zustand zu verstärken, auf Anweisung des Genossen Umschlicht, der sie für die Interessen der Partei unentbehrlich berücksichtigt, haben mich verpflichtet, von diesen Grauen, von diesen Schurkereien für immer abzuweichen, die wir im Namen der großen Grundsätze des Kommunismus betreiben, und an denen ich als Arbeiter der kommunistischen Partei unbewusst teilgenommen habe. Mein Tod sühnt meinen Fehler, und ich richte an Sie eine letzte Bitte. Fangen sie sich, während es noch Zeit ist, machen sie unserem großen Meister Marx keine Schande, und entfremden sie die Massen dem Sozialismus nicht ".

Der Brief wird durch einen Korrespondent von Poslednia Novosti nach einem Zitat von Serge Petrovitch Melgounov aus dem Jacques Baynacs Buch „La terreur sous Lénine" reproduziert.